Deutsche Pässe werden verramscht: Einbürgerungen steigen um bis zu 112 Prozent
Ein Beitrag von
Aktuell häufen sich Schlagzeilen, die von neuen Höchstzahlen bei Einbürgerungen in Deutschland berichten. „In Berlin wurden 39.034 Pässe im Jahr 2025 ausgegeben. Fast doppelt so viele wie im Jahr zuvor (21.811) und das bald Vierfache im Vergleich zu 2023 (9.041)“, berichtete am Dienstag die Bild. Doch auch in anderen Städten sieht die Lage kaum anders aus. NIUS präsentiert das Einbürgerungsbeben der deutschen Städte.
Potsdam, Brandenburg
Im früheren Herzen Preußens wurden 2025 genau 639 Personen eingebürgert. 2024 waren es 544, 2023 noch 396. Das entspricht seit 2023 einem Anstieg der Einbürgerungen um 61,36 Prozent.
Eine Sprecherin der Stadt erklärt gegenüber NIUS: „In der Landeshauptstadt Potsdam sind im Jahr 2025 insgesamt 813 Verfahren abschließend bearbeitet worden. Diese Zahl umfasst 639 Bewilligungen des Erwerbs der deutschen Staatsbürgerschaft durch Einbürgerung sowie 174 Ablehnungen und Verfahrenseinstellungen. Im Jahr zuvor, 2024, wurden 576 Verfahren bearbeitet, woraus sich insgesamt 544 Bewilligungen ergaben.“

Die Übersicht zeigt, wie stark die Einbürgerungen der einzelnen Städte gestiegen sind.
Essen, Nordrhein-Westfalen
In der NRW-Großstadt Essen stieg die Zahl der Einbürgerungen seit 2023 um rund 89 Prozent, erfuhr NIUS von der Pressestelle der Stadt.
Demnach wurden in Essen im Jahr 2024 insgesamt 2.548 Personen eingebürgert. 2023 waren es 1.799, 2022 lag die Zahl noch bei 1.476. Im Jahr 2025 konnten nach Angaben der Stadt bereits rund 3.400 Personen eingebürgert werden (Stand: 18.12.2025). Verglichen mit 2023 entspricht das einem Zuwachs von rund 89 Prozent.
Freiburg, Baden-Württemberg
Im Vergleich zu 2024 stieg die Zahl der Einbürgerungen in Freiburg um 112,43 Prozent an. 2024 verzeichnete die Stadt 346 Einbürgerungen – 2025 waren es bereits 735.
Heidelberg, Baden-Württemberg
„2025 wurden in Heidelberg 1.277 Personen eingebürgert, 2024 waren es 665“, erklärt ein Sprecher der Stadt gegenüber NIUS. „Wir stellen einen deutlichen Anstieg der Einbürgerungen fest; insbesondere durch Effizienzsteigerung in der Ausländerbehörde“, so der Sprecher weiter. „Zum Vergleich: 2023 haben in Heidelberg 319 Personen die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Ein Jahr zuvor, 2022, waren es 305 Personen. Im Jahr 2021 haben sich 343 Menschen in Heidelberg einbürgern lassen, 2020 waren es 382.“
Der Anstieg von 2020 bis 2025 beträgt demnach stolze 234,29 Prozent.
München, Bayern
Die bayerische Landeshauptstadt verzeichnete einen vergleichsweise niedrigen Anstieg von 11,56 Prozent. 6.767 Einbürgerungen fanden 2024 statt – 7.549 im Jahr 2025.
Erfurt, Thüringen
In der Thüringer Landeshauptstadt wurden im vergangenen Jahr 386 Personen eingebürgert – 2024 waren es noch 293. „Sowohl die Antrags- als auch die Einbürgerungszahlen sind signifikant gestiegen. Die Zahl der vollzogenen Einbürgerungen hat sich 2025 im Vergleich zum Jahr 2023 (176 Einbürgerungen) mehr als verdoppelt“, erklärt ein Sprecher gegenüber NIUS. Seit 2023 liegt der Anstieg damit bei 119,32 Prozent.
Frankfurt am Main, Hessen
In Frankfurt am Main wurden 2024 genau 3.780 Personen eingebürgert, 2025 waren es 3.913 – ein Anstieg von 3,52 Prozent.
Bremen und Bremerhaven
In der Stadtgemeinde Bremen wurden 2025 insgesamt 2.615 Personen eingebürgert – 2024 waren es noch 4.041. In der Stadtgemeinde Bremerhaven stieg die Zahl dagegen leicht von 791 Einbürgerungen im Jahr 2024 auf 835 im Jahr 2025. „In der Stadtgemeinde Bremen ist ein Rückgang der Einbürgerungen zu verzeichnen. Die Zahl der Anträge ist allerdings deutlich gestiegen“, erklärt ein Sprecher gegenüber NIUS.
In Prozent entspricht das in Bremen einem Rückgang um 35,29 Prozent gegenüber 2024, in Bremerhaven einem Anstieg um 5,56 Prozent. Zusammengerechnet (Bremen und Bremerhaven) sank die Zahl der Einbürgerungen von 4.832 im Jahr 2024 auf 3.450 im Jahr 2025 – ein Minus von 28,60 Prozent.
Mehr NIUS: Obwohl immer mehr Syrer nach Deutschland kommen, sinkt die Zahl der Syrer in Deutschland
Mehr NIUS:
Forsa-Umfrage: Union verliert, FDP erreicht wieder die Fünf-Prozent-Marke
Umfrage Abgeordnetenhauswahl in Berlin: CDU nur noch knapp vor AfD
Sachsen-Anhalt: AfD dominiert fast alle Altersgruppen – nur bei den über 70-Jährigen liegt die CDU vorn
Deutschlandtrend der ARD: AfD vor CDU/CSU
Bayern zählt 2025 mehr als doppelt so viele linke wie rechte Judenhass-Fälle
RKI: Drei Viertel der Tuberkulosefälle betreffen im Ausland Geborene
Mehrheit widerspricht Merz: 67 Prozent der Bürger sehen Migrationsproblem nicht gelöst
64 Prozent der Deutschen sagen: Merz wird häufiger kritisiert als frühere Kanzler
Mehr NIUS:
Deutschlandtrend der ARD: AfD vor CDU/CSU
Bayern zählt 2025 mehr als doppelt so viele linke wie rechte Judenhass-Fälle
RKI: Drei Viertel der Tuberkulosefälle betreffen im Ausland Geborene
Mehrheit widerspricht Merz: 67 Prozent der Bürger sehen Migrationsproblem nicht gelöst
64 Prozent der Deutschen sagen: Merz wird häufiger kritisiert als frühere Kanzler
Umfrage: AfD dominiert bei links-konservativen Beschäftigten und Arbeitssuchenden
Wirtschaftskompetenz: Unternehmer sehen Union vor AfD
Während immer weniger Personen Elterngeld beziehen, steigt der Anteil nicht-deutscher Empfänger
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare