Neue INSA-Umfrage: Die AfD hat sich in NRW fest etabliert
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Allen internen Querelen, Ausschlussverfahren und Streitigkeiten zum Trotz hat sich die AfD auch in Nordrhein-Westfalen als politische Kraft fest etabliert.
Landete die Partei von Chefin Alice Weidel und Tino Chrupalla bei den Landtagswahlen 2022 noch bei 5,4 Prozent und konnte nur knapp in den Düsseldorfer Landtag einziehen, so würden aktuell 16 Prozent der Wähler der AfD ihre Stimme geben, wenn am kommenden Sonntag Landtagswahl wäre. In einer exklusiven INSA-Umfrage für NIUS sind sich 11 Prozent „sehr sicher“, AfD zu wählen, bis zu 21 Prozent könnten es sich vorstellen (Potenzial).

Klare Verlierer: SPD und Grüne
Bislang hatte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) stets darauf verwiesen, mit seiner Politik die von ihm als „Nazi-Partei“ bezeichnete Partei kleinzuhalten. Die Union kann in der NIUS-Umfrage ihren Wert von 2022 (35,7 Prozent) nahezu halten und kommt aktuell auf 35 Prozent (Potenzial bis zu 52 Prozent). Klare Verlierer sind die SPD mit 18 Prozent (2022: 26,7 Prozent) und die Grünen mit 13 Prozent (2022: 18,2 Prozent). FDP (4 Prozent) und BSW (3 Prozent) wären aktuell nicht im Landtag vertreten. 2022 hatte das Bündnis Sahra Wagenknecht mit 6,1 Prozent die Fünf-Prozent-Hürde deutlich übersprungen. Deutlich hinzugewinnen konnte dagegen die Linkspartei, die derzeit 8 Prozent der Stimmen gewönne und 2022 noch bei 2,1 Prozent lag.
Betrachtet man die Potenziale der Parteien im Detail, so ist auffällig, dass es große Überschneidungen von Union und AfD gibt. So kommen 22 Prozent derjenigen, die sich vorstellen könnten, Union zu wählen, von der AfD. Umgekehrt speist sich das AfD-Potenzial zu 57 Prozent aus Wählern, die derzeit bei der Union ihr Kreuz machen. Interessant: 62 Prozent derjenigen, die sich vorstellen könnten, auch die Grünen zu wählen, unterstützen derzeit die Union, während nur für 20 Prozent der Grünen-Wähler die Union als Option infrage kommt.
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