51 Prozent der Deutschen für komplette Grenzschließungen für Flüchtlinge
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In Deutschland befürwortet mehr als die Hälfte der Bevölkerung eine vollständige Schließung der Grenzen für Flüchtlinge. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos UK hervor, die gemeinsam mit dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR veröffentlicht wurde.
Absolute Mehrheit der Deutschen für vollständige Grenzschließungen
51 Prozent der Befragten sprechen sich demnach für eine vollständige Schließung der Grenzen für Flüchtlinge aus. Zugleich unterstützen 69 Prozent das grundsätzliche Recht, in einem anderen Land Schutz vor Krieg oder Verfolgung zu suchen. Dieser scheinbare Widerspruch prägt die Stimmung in der Bevölkerung.
Die Ipsos-Direktorin Trinh Tu erklärte dazu, in vielen Ländern zeige sich, dass Menschen grundsätzlich für den Flüchtlingsschutz einträten, gleichzeitig aber skeptisch gegenüber der praktischen Umsetzung seien. Die Unterstützung für die Aufnahme von Flüchtlingen fiel in Schweden und den Niederlanden mit 78 Prozent am höchsten aus, gefolgt von Spanien mit 76 Prozent.

Die neue Studie von IPSOS hat den Namen „Global Public Attitudes Towards Refugees“.
Große Zweifel an den Schutzgründen von Flüchtlingen
62 Prozent der Deutschen gehen davon aus, dass viele Asylsuchende und Migranten nicht wirklich schutzbedürftig sind, sondern wirtschaftliche Chancen oder Sozialleistungen suchen. Diese Einschätzung liegt etwa im Durchschnitt der 29 befragten Länder.
Besonders kritisch sehen die Deutschen die Integration. Nur 30 Prozent glauben, dass Flüchtlinge sich erfolgreich integrieren werden. Im internationalen Vergleich liegt dieser Wert bei 44 Prozent. Lediglich 35 Prozent der Befragten in Deutschland sehen einen positiven Beitrag von Flüchtlingen für die Gesellschaft, gegenüber 39 Prozent im Länderdurchschnitt.
Jüngere Menschen migrationsfreundlicher als Ältere
Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen den Generationen. Menschen der Generation Z sind weltweit aufgeschlossener als ältere Jahrgänge. 49 Prozent der insgesamt befragten „Generation Z“ glauben an eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen, bei den Babyboomern sind es nur 39 Prozent. Auch die Zweifel an den Motiven der Asylbewerber und die Unterstützung für Grenzschließungen fallen bei Jüngeren geringer aus, bleiben aber in allen Altersgruppen verbreitet.
Für die Erhebung befragte Ipsos zwischen dem 24. April und dem 8. Mai 2026 insgesamt 21.521 Erwachsene in 29 Ländern. Die rund 1000 Teilnehmer in Deutschland gelten als repräsentativ für die Bevölkerung. Die Studie kann hier nachgelesen werden.
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