13 Prozent weniger Geburten seit 2021: Reallohnverluste, Wohnungsmangel und immer mehr Unsicherheit – politisches Versagen führt auch zu weniger Kindern!
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Im Jahr 2023 erreichte Deutschland einen traurigen Tiefpunkt: Die Zahl der Neugeborenen fiel auf den niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt.
Mit nur 693.000 Geburten, was einem Rückgang von 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, zeigt sich ein deutlicher Abwärtstrend in der Geburtenstatistik. Seit 2021 geht die Anzahl der Geburten nun um 13 Prozent zurück, gegenüber 1990 sind es circa 24 Prozent. Das sind mehr als außergewöhnliche Zahlen.

Blicken wir auf die Gründe:
Wirtschaftliche Unsicherheit hat Einfluss auf die Familienplanung
Die Entscheidung für Kinder ist oftmals auch abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung. Ein wesentlicher Grund für die sinkenden Geburtenzahlen liegt in der zunehmenden wirtschaftlichen Unsicherheit, die sich vor allem in Reallohnverlusten und Wohnungsmangel zeigt.
Die Löhne in Deutschland haben in den letzten Jahren nicht mit den steigenden Lebenshaltungskosten Schritt gehalten. Insbesondere die Energiepreise sind hier der maßgebliche Treiber gewesen. Die Reallöhne lagen im 4. Quartal 2023 um 5,3 Prozent niedriger als im 4. Quartal des Jahres 2020.
Das ist eine spezifisch deutsche Entwicklung. In anderen Ländern ist kein vergleichbarer Reallohnverlust feststellbar. Die ideologische „Energiewende“-Politik trägt auch hier ihre traurigen Früchte.
Sichere Wohnverhältnisse für die Familie?
Viele Menschen streben an, die Familienplanung mit optimalen Wohnverhältnissen für sich und die Kinder zu verbinden. Das gestaltete sich in den letzten Jahren immer schwieriger. Zuerst die Baukosten, dann Reallohnverluste und darauf folgend die höheren Zinsen führten dazu, dass der Immobilienbau oder -erwerb für junge Familien immer schwieriger wurde.

Neubauten in einer Neubausiedlung in Glessen. Die deutsche Bauindustrie leidet unter Problemen. Inflation und steigende Zinsen setzen dem Sektor, insbesondere dem Neubaubereich, zu.
Zusätzlich erschwert der akute Wohnungsmangel, speziell in städtischen Gebieten, jungen Familien die Suche nach einem geeigneten und bezahlbaren Zuhause. In Deutschland fehlen jetzt bereits circa eine Million Wohnungen und es werden kaum mehr neue Wohnungen gebaut, während der Migrationsdruck anhält.
Sowohl für die Massenmigration nach Deutschland, als auch für die Entwicklung von Baukosten und Investitionsunsicherheit findet man die Verantwortlichen in Berlin – insbesondere bei den links-grünen Parteien.
Wirtschaftliche und persönliche Unsicherheit
Hinzu kommt, dass sich die gemessene wirtschaftliche Unsicherheit aufgrund der politischen Akteure seit 2 Jahren auf Rekordstand befindet. Sie ist sogar höher als im Vereinigten Königreich rund um die Zeit des Austritts aus der Europäischen Union (Brexit) oder in Italien in der Zeit der Euro-Staatsschuldenkrise.

Gemessene ökonomische Unsicherheit aufgrund politischer Entscheidungen.
Weniger Hochzeiten und mehr ausländische Großfamilien
Nicht nur auf Kinder verzichteten die Menschen in Deutschland im vergangenen Jahr, sondern auch auf das Heiraten. Insgesamt wurden im Jahr 2023 7,6 Prozent weniger Ehen geschlossen und damit ein historischer Tiefpunkt erreicht. Es ist anzunehmen, dass die wirtschaftliche Entwicklung viele Paare auch dazu verleitet hat, eine (große) Hochzeitsfeier zumindest aufzuschieben. Es gibt allerdings eine klare Korrelation zwischen der Eheschließung und der Geburt von Kindern.
Auffällig ist auch, dass die Kinder, die geboren werden, vermehrt bereits das dritte, vierte oder fünfte Kind der Eltern sind. 18,7 Prozent der neugeborenen Kinder haben mindestens zwei Geschwister. Das ist der höchste Wert seit 2009. Von allen geborenen Kindern waren 46,5 Prozent die ersten Kinder, 34,8 Prozent die zweiten Kinder.
Das bedeutet, dass wenn sich ein Paar für Kinder entscheidet, tut es das – anders als in der Vergangenheit – zu einem höheren Prozentanteil zugunsten von mehr als zwei Kindern. Aber insgesamt immer mehr Menschen entscheiden sich komplett gegen Kinder.
Dies ist auch eine Folge der Migration nach Deutschland der letzten 10 Jahre. War die Mutter Ausländerin, dann waren 26,4 Prozent der Geburten mindestens das dritte Kind der Mutter. Bei deutschen Müttern lag der Anteil bei 15,8 Prozent.
Langfristige Folgen der ideologischen Wirtschafts- und Energiepolitik
Es liegt nahe, dass die Folgen der ideologischen Wirtschafts- und Energiepolitik in Richtung einer niedrigeren Geburtenrate – insbesondere von Deutschen – langfristig zu spüren sein werden.
Die abgestürzten Geburtenzahlen werden den Arbeitskräftemangel in den kommenden Jahrzehnten noch einmal anheizen. Daraus mündet dann auch eine weitere Belastung des nicht finanzierten sozialen Sicherungssystems. Letztes auch und vor allem deshalb, weil ein Mangel an jungen Arbeitskräften das Wirtschaftswachstum dämpft, da Innovationen und Unternehmertum oft von der jüngeren Generation ausgeht.
Auch damit sich mehr Menschen wieder für Kinder entscheiden, bedarf es einer dringenden 180-Grad-Wende bei der deutschen Wirtschafts- und Energiepolitik. Die katastrophalen Folgen von heutigen Entscheidungen wirken sonst über viele Jahrzehnte – auch auf die Geburtenrate.
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