Kredit-Poker: 12.000 Galeria-Mitarbeiter bangen um ihre Jobs
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Seit Jahren schwebt Galeria in Pleitegefahr – auf dem Spiel stehen rund 12.000 Arbeitsplätze. Nach vielen Verhandlungen gibt es weiterhin keine Einigung mit dem US-Investor Gordon Brothers, der dem angeschlagenen Warenhauskonzern frisches Geld zur Verfügung stellen soll.
In Unternehmenskreisen wächst laut Bild die Sorge, dass sich der Poker immer weiter hinzieht und Galeria am Ende doch die Luft ausgeht. Brancheninsider sprechen demnach bereits von „Leichenfledderei“. Gordon Brothers gilt als Spezialist für die Verwertung angeschlagener Unternehmen und war unter anderem am Ausverkauf der US-Spielzeugkette „Toys R Us“ beteiligt.
Rabatte und nur noch wenig Ware
Für Galeria wird die Zeit knapp. Nach Informationen aus dem Umfeld des Unternehmens wird nur noch zurückhaltend neue Ware bestellt. Auch die Vorbereitungen auf das wichtige Weihnachtsgeschäft laufen demnach deutlich eingeschränkter als üblich.

Viele Galeria-Filialen haben bereits geschlossen.
Gleichzeitig versucht die Warenhauskette, mit hohen Rabatten zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Viele Produkte sind bereits stark reduziert, weitere Preisnachlässe sollen folgen. Das soll unter anderem helfen, den laufenden Betrieb und die Gehälter der Beschäftigten zu sichern.
Prognose: Es kann schnell vorbei sein
Kommt die Finanzierung nicht zustande, drohen Galeria nach Einschätzung von Branchenkennern schon in den kommenden Monaten erhebliche Probleme – bis hin zum endgültigen Aus der verbliebenen 83 Warenhäuser und ihrer rund 12.000 Arbeitsplätze.
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