Arbeitgeberchef fordert Begrenzung des Arbeitslosengelds auf ein Jahr
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Der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Steffen Kampeter, hat gefordert, die Bezugsdauer für das Arbeitslosengeld auf maximal ein Jahr zu begrenzen. „Wer Arbeitslosengeld länger bezahlt, hält Menschen künstlich in der Warteschleife“, so Kampeter.
„Ein Jahr Arbeitslosengeld ist genug, um neu anzukommen. Und kurz genug, um nicht den Anschluss zu verlieren“, erklärte er. Eine Verkürzung würde die Bundesagentur für Arbeit entlasten, die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung stabilisieren und damit den Sozialstaat insgesamt stärken.
Längere Bezugszeiten, so warnte Kampeter, bremsten hingegen Motivation und Jobsuche. Besonders erfahrene Fachkräfte würden auf dem Arbeitsmarkt dringend gebraucht und sollten nicht durch falsche Anreize vom Wiedereinstieg abgehalten werden.
Rund 984.000 Menschen erhalten Arbeitslosengeld
Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit erhielten im Oktober rund 984.000 Menschen in Deutschland Arbeitslosengeld. Die Bezugsdauer ist gestaffelt: Unter 50-Jährige, die in den fünf Jahren vor der Arbeitslosmeldung mehr als zwölf, aber weniger als 16 Monate gearbeitet haben, bekommen es nur für ein halbes Jahr. Ab 58 Jahren ist ein Bezug von bis zu 24 Monaten möglich, sofern zuvor mindestens vier der vergangenen fünf Jahre eine versicherungspflichtige Beschäftigung bestand.
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