Bericht: MAN will Lkw-Produktion teilweise nach Polen verlagern
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Der Münchner Lkw- und Bus-Hersteller MAN Truck will Teile seiner LKW-Produktion von München nach Polen verlagern. Das berichtet die österreichische Zeitung Kurier.
Der Konkurrent Daimler hatte bereits angekündigt, 5000 Arbeitsplätze in Deutschland zu streichen, nun zieht auch MAN Trucks nach: Laut einem Bericht des Kurier vom Dienstag plant die Traton-Gruppe, die Karosseriefertigung für das konzernweite „Traton Modular System“ künftig in Krakau zu bündeln.Traton ist Teil des Volkswagen-Konzerns. Mit dem Programm sollen durch Kosteneinsparungen und höhere Effizienz bis 2028 rund 935 Millionen Euro zusätzliches Ergebnis erzielt werden. Ein Bestandteil davon ist die Streichung von Gehaltsbausteinen in Höhe von 160 Millionen Euro.
MAN-Finanzvorständin Inka Koljonen hatte bei der Vorstellung der Quartalszahlen Ende Oktober gesagt: „Die erhoffte nachhaltige Erholung unserer Kernmärkte – insbesondere in Deutschland – bleibt bislang aus. Auch mittelfristig sehen wir keine wesentliche Markterholung. Deshalb arbeiten wir weiterhin konsequent daran, unsere Resilienz zu stärken.“

MAN-Finanzvorständin Inka Koljonen
Gravierende Auswirkungen auf die Zukunft der deutschen Standorte
Ohne die Maßnahmen drohten dem Traditionsunternehmen rote Zahlen. Im Gegenzug wolle der Vorstand Investitionen von 700 Millionen Euro in München und 25 Millionen in Salzgitter zusagen und betriebsbedingte Kündigungen ausschließen.
Die Gewerkschaft IG Metall warnt in einer Einladung zu einer Pressekonferenz am Donnerstag: „Die MAN Truck & Bus SE will in dieser Woche Entscheidungen treffen, die gravierende Auswirkungen auf die Zukunft der deutschen Standorte haben, insbesondere für das Stammwerk in München.“
Ein MAN-Sprecher sagte am Dienstag, MAN habe „aufgrund seiner starken Präsenz in Deutschland deutliche Wettbewerbsnachteile durch hohe Faktor- und Stromkosten“.
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