Bierhoff nagelt gegen Habeck: „Standortpatriotismus? Unternehmen verlassen uns wegen hoher Energiekosten!“
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Der DFB wechselt von Adidas zu Nike, die Gemüter kochen hoch.
Es gibt Streit um DIESEN Satz von Vizekanzler Robert Habeck: „Ich kann mir das deutsche Trikot ohne die drei Streifen kaum vorstellen. Adidas und Schwarz-Rot-Gold gehörten für mich immer zusammen. Ein Stück deutscher Identität. Da hätte ich mir ein Stück mehr Standortpatriotismus gewünscht.“
Ex-DFB-Mann Oliver Bierhoff schaltet sich aus dem Verbandsruhestand ein, ohne den Namen Habeck zu nennen: „Übrigens sollten sich Politiker aus der Diskussion raushalten“, so der ehemalige Nationalspieler bei LinkedIn. „Sie kennen die Hintergründe und Fakten nicht. Wo ist der Standortpatriotismus der deutschen Wirtschaftspolitik? Ich hätte mir gewünscht, dass sie mehr zum Standortpatriotismus beiträgt. Stattdessen verlassen uns Unternehmen wegen hoher Energiekosten, hoher Steuern und zu viel Bürokratie. Solche Politiker-Kommentare werte ich als Eigentore.“
Bierhoff versteht den Wechsel zu Nike. Die Zeiten, aus Patriotismus einem lanjährigen Partner treu zu bleiben, seien vorbei. „Wenn sich der DFB also für das wirtschaftlich bessere Angebot entscheidet, dann wird das wohl überlegt und gut für den Verband sein.“

Nach mehr als 70 Jahren ist Schluss: Ab 2027 läuft der DFB mit Nike-Shirts auf
DFB-Rettig über Habeck: „Hätte besser schweigen sollen …“
Auch der neue starke Mann beim Deutschen Fußball-Bund schießt gegen den deutschen Wirtschaftsminister: „Ich habe mich schon sehr gewundert, dass Politiker kenntnisfrei und vor allem ohne Faktenlage sich populistisch so weit aus dem Fenster lehnen. Das muss ich ehrlich sagen, ist eine neue Qualität“, sagte DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig bei ran. „Da muss man deutlich sagen: Da hätte man vielleicht doch das ein oder andere Mal besser geschwiegen.“ Richtung Habeck sagte er: „Eine solche Aussage zu machen, ohne die Rahmenbedingungen und den Prozess zu kennen, ist schon verwunderlich - dass ein Wirtschaftsminister sich so äußert …“

DFB-Sportdirektor Andreas Rettig
Einem Bericht des „Handelsblatts“ unter Berufung auf Branchenkreise zufolge soll sich Nike das Engagement beim DFB mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr kosten lassen. Adidas soll bislang 50 Millionen Euro jährlich an den Verband gezahlt haben.
Die Angebote seien „nicht ansatzweise vergleichbar“ gewesen, sagte Rettig – ohne konkrete Zahlen zu nennen. „Wir haben eine Verantwortung für viele Hunderte Mitarbeiter, wir haben Verantwortung für die Landesverbände, für die Basis. Von daher darf man uns nicht verübeln, dass wir in einer wirtschaftlichen Situation eine solche eine Entscheidung treffen.“
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