Bis zu 40 Prozent teurer durch Vogelgrippe: Preisexplosion bei Eiern
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Die Vogelgrippe in Deutschland wütet weiter.
Bisher wurden eine halbe Million Tiere gekeult – mehr als 500.000 Hühner, Enten, Gänse und Puten sind bislang betroffen, meldet das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems bei Greifswald. Üblicherweise gebe es einen Anstieg der Infektionszahlen Anfang November während des Vogelzugs. Das FLI ist die für die Nutztierseuchen zuständige Bundesbehörde.
Die Zahlen seien eine Momentaufnahme, da sich die Lage derzeit so schnell ändere, sagte eine Institutssprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Die Daten bildeten deshalb eher die derzeitige Dimension und nicht die absoluten Zahlen ab. „Aktuell werden 23 weitere Verdachtsfälle geprüft – 22 bei Wildvögeln, einer bei gehaltenem Geflügel. Mit weiteren ist zu rechnen.“
Ein Zehnerpack Eier könnte statt 2,50 Euro plötzlich 3,50 Euro kosten
Trotz massenhafter Keulungen rechnet die Geflügelwirtschaft bislang nicht mit starken Preissteigerungen. Verbandspräsident Goldnick sagte im ZDF-Morgenmagazin, er glaube nicht, „dass wir kurzfristige Preisexplosionen haben.“ Die meisten Gänse in Deutschland stammten aus Importen, etwa aus Ungarn und Polen. Sollte sich die Lage jedoch weiter zuspitzen, könne sich das Preisniveau ändern.
Was den Preisanstieg angeht, äußerte sich Robert Schmack, Vorsitzender des bayerischen Geflügelwirtschaftsverbandes besorgter. Er hält eine Erhöhung der Eierpreise um bis zu 40 Prozent für möglich – ein Zehnerpack könnte dann statt 2,50 Euro rund 3,50 Euro kosten. Auch mit eingeschränkter Produktionsauswahl im Handel sei zu rechnen, sagte er im Bayerischen Rundfunk.
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