BMW-Chef Oliver Zipse: „Verbrenner-Verbot ist keine Lösung!“
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BMW kam 2013 mit dem ersten seriengefertigten Batteriefahrzeug auf den Markt, dem BMW i3. Der gelernte Maschinenbauingenieur Oliver Zipse ist heute Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Motorenwerke (Umsatz: 142,6 Milliarden Euro, 154 950 Mitarbeiter weltweit).
In der FAZ fand er kritische Worte zum E-Auto-Konzept der Bundesregierung. Oliver Zipse über:
Verbrennerfahrverbot
„Aus unserer Sicht war schon die Einführung dieses Verbots naiv. Einen solchen Markt regulieren zu wollen, macht am Ende alles schlechter. Wir erleben aktuell nur ein Vorspiel. Wenn das Regelwerk so bliebe, würde das eklatante Folgen für die industrielle Basis in Europa haben. Nach unserer Schätzung würde sich die Wertschöpfung der Automobilindustrie in etwa halbieren – mit entsprechender Auswirkung auf die Beschäftigung.“
Industrie ist erpressbar geworden
„Wer sich die Fakten anschaut, der sieht, dass eine Anpassung unumgänglich ist. Mit dem Aus des Verbrenners im Jahr 2035 ist eine gesamte Industrie erpressbar geworden. Denn jeder internationale Wettbewerber, jeder Lieferant weiß: Die sind abhängig von einer einzigen Technologie.“

Trotz eines Angebots von E-Fahrzeugen steht der BMW-Chef einem Verbrennerverbot kritisch gegenüber.
Hohe globale Abhängigkeit
„Verbrennungsmotoren können Sie heute komplett in Europa fertigen, aber ein Hochvoltspeicher hat eine hohe globale Abhängigkeit. Die meisten Batterierohstoffe finden Sie hierzulande nicht. Ganz anders in China, das sich in diesem wichtigen Zweig global strategisch positioniert hat. Das wird sich selbst in zehn oder 15 Jahren nicht mehr signifikant verändern.“
Was wir von der Politik erwarten
„Wir brauchen ein generelles Bewusstsein für Widersprüche und deren Konsequenzen. Als Dax-Konzern tragen wir Verantwortung und sehen bei uns daher auch die Aufgabe, unbequeme Themen anzusprechen, die weitreichende gesellschaftliche Folgen haben können.“
Werden die Chinesen den Markt überschwemmen?
„Früher war es die Sorge vor den Japanern, dann den Koreanern. Und jetzt sind es die Chinesen. Aber deren Marktanteil in Deutschland liegt aktuell bei 0,8 Prozent. Da kann man doch nicht ernsthaft von überschwemmen sprechen.“
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