Commerzbank-Volkswirt schlägt Wirtschafts-Alarm: „Epochaler Einbruch!“
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Deutschlands Wirtschaft ist auf dem absteigenden Ast: 2023 war die Wirtschaftsleistung der größten Volkswirtschaft Europas um 0,3 Prozent geschrumpft, während sie in allen anderen Industrienationen der Welt gewachsen ist. Jörg Krämer, der Chefvolksiwirten der Commerzbank, hat keine Besserung in Sicht: Der Experte erwartet auch für das erste Quartal 2024 einen Rückgang der Wirtschaft – er erwartet eine Rezession.
Die Erklärung des Chefvolkswirt der Commerzbank für seine Negativ-Prognose ist erschreckend: „Der Konsum, auf den viele Optimisten gesetzt hatten, leidet unter einem epochalen Einbruch des Verbrauchervertrauens, der Züge von Zukunftsangst trägt“, schreibt Krämer bei X (früher Twitter).
Der Rückgang des Bruttoinlandsproduktes im vierten Quartal 2023 sei daher „kein Ausreißer“ gewesen, so Krämer. Seine Prognose: „Ich erwarte auch für Q1 ein Minus.“

Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer (Quelle: Commerzbank)
Konsum-Laune der Deutschen immer schlechter
Laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ist die Konsumstimmung in Deutschland – entgegen optimistischer Prognosen – auf niedrigem Niveau. Der GfK-Konsumklima-Index lag im Januar 2024 bei einen Indexwert von -25,4 Punkten. Für Februar 2024 prognostiziert die GfK für das Konsumklima einen weiteren Rückgang auf den Wert von -29,7 Punkten.
Heißt vereinfacht gesagt: Wegen der schlechten wirtschaftlichen Situation und unklaren Lagen bei Politik und Krisen in der Welt, halten Verbraucher ihr Geld beisammen und schrecken vor großen Anschaffungen oder Investitionen zurück.
„Die Verbesserung des Konsumklimas im Vormonat war offenbar nur ein kurzes Aufflackern vor Weihnachten. Falls es Hoffnungen gab, dass sich die Stimmung nachhaltig erholen kann, so wurden diese im Januar wieder zunichte gemacht. Das Konsumklima hat zu Jahresbeginn einen herben Rückschlag hinnehmen müssen“, erklärt Rolf Bürkl, Konsumexperte beim Nürnberg Institut für Marktentscheidungen, das den GfK-Konsumklima-Index zusammen mit der GfK erstellt. „Dazu trägt neben dem Rückgang der Einkommenserwartung und der Anschaffungsneigung auch maßgeblich die Sparneigung der Konsumenten bei, die sich derzeit im Höhenflug befindet. Sie ist im Januar 2024 um 6,7 Punkte auf 14 Punkte angestiegen, dem höchsten Wert seit August 2008.“
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