Deutsche Bank kündigt den Familienunternehmern wegen AfD-Einladung: Wenn die Gesinnung über das Geschäft bestimmt
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Die Deutsche Bank hat am Montag dem Verband der Familienunternehmer einen Mietvertrag gekündigt. Der Grund: Der Verband hatte es gewagt, die Brandmauer zu durchbrechen und AfD-Politiker zu internen Veranstaltungen einzuladen. Ganz zum Verdruss des größten deutschen Kreditinstituts, denen die Räumlichkeiten gehören, in denen jener parlamentarische Abend stattfinden sollte.
Die Hysterie in diesem Land erreicht damit eine neue Stufe: Gewohnt ist man bereits die Kündigung von Räumlichkeiten, in denen die AfD Veranstaltungen durchführen will. Nun aber wird auch großen Wirtschaftsverbänden der Mietvertrag gekündigt, wenn es sie nur wagen, mit Angehörigen jener „Schwefelpartei“ zu sprechen.
„Wir verabschieden uns von der Brandmauer“, hatte der Hauptgeschäftsführer der Familienunternehmer, Albrecht von Hagen, öffentlich verkündet. „Diese Brandmauer zur AfD – auch auf Bundesebene, die von den meisten Verbänden bislang aufrechterhalten wurde – hat nichts gebracht“, sagte er. Das Konzept, die AfD von allem auszuschließen, sei gescheitert. So pragmatisch wie die Familienunternehmer denken mittlerweile viele Mittelständler in Deutschland. Hinter den Kulissen treffen sich bereits diverse Wirtschaftsfunktionäre mit AfD-Spitzenpolitikern, wenngleich sie tunlichst darauf achten, dass keines dieser Treffen an die Öffentlichkeit gelangt.

Ex-Bundeskanzler Olaf Scholz sprach 2024 auf den Familienunternehmer-Tagen mit Hauptgeschäftsführer Albrecht von der Hagen und Marie Christine Ostermann, Präsidentin von „Die Familienunternehmer“.
Deutsche Bank will keine genauen Gründe nennen
Mögen die Worte von Hagens für den Normalbürger verständlich wirken, für die Deutsche Bank waren sie bereits zu viel. Weshalb man eine Kündigung aussprach, ohne die tatsächlichen Gründe für die Kündigung benennen zu wollen. „Die Deutsche Bank hat für diese Veranstaltung Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt, hatte aber keine Kenntnis von der Gästeliste und auch keinen Einfluss darauf“, heißt es auf Anfrage von NIUS. „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns zu der Angelegenheit nicht weiter äußern möchten.“ Weitere Nachfragen bleiben unbeantwortet. Hält die Deutsche Bank es für falsch, wenn Wirtschaftsvertreter mit AfD-Politikern sprechen? Sind AfD-Politiker bei Veranstaltungen und in den Räumlichkeiten der Deutschen Bank generell unerwünscht?
Die etablierten Medien versuchen hilflos, Ausreißer wie die Familienunternehmer wieder einzufangen: „Wie stabil ist die Brandmauer zwischen Wirtschaft und der AfD?“, fragt die Süddeutsche Zeitung drohend. In Leitartikeln wird vor dem „fatalen Flirt der Familienunternehmer mit der AfD“ gewarnt. Wütend meldete dazu der Spiegel am Dienstag: „Auch Verband der Unternehmerinnen pflegt Kontakt zur AfD“. Eine „weitere Lobbygruppe“ bekenne sich „zum Dialog mit der rechtsextremen Partei“. Hochverrat!
Selbst in ehemals unideologischen Bereichen wie der Wirtschaft herrschte über die Jahre ein totalitärer Geist, der Realitäten verdrängte und das übliche moralische Reinheitsritual nach sich zog. Die Brandmauer entwickelte sich in diesem System nicht nur zum politischen Mittel, sondern diente als identitätsstiftendes Sakrament: Wer sie infrage stellte, verlor den Anspruch auf gesellschaftliche Zugehörigkeit – egal ob Privatperson, mittelständischer Betrieb oder milliardenschwere Organisation.
Unternehmen passten sich linken Zeitgeist an
Schon seit der Finanzkrise 2008/09 orientierten fast alle großen Konzerne ihr Erscheinungsbild am linken Zeitgeist. Nervtötende Regenbogenwerbung wurde omnipräsent, verpflichtende „Diversity“-Programme für die eigenen Angestellten etablierten sich, und ein vorauseilender Gehorsam kehrte in den großen Betrieben ein, wenn es um die Zensur von Produkten oder unbequemen Personen ging. Die „grüne Transformation“ ging man nicht nur mit, viele Unternehmen stellten sich sogar an die Spitze dieser Bewegung.

Vor der Deutschen Bank in Berlin-Charlottenburg weht die Progress-Pride-Flagge.
Nun aber begehren viele Firmenchefs auf und widersetzen sich dem Dogma, die Opposition ausgrenzen zu wollen. Es sind vorrangig nicht die Manager, die ihre Stimme erheben, sondern kleinere und mittlere Unternehmer, die von der De-Industrialisierung Deutschlands hart getroffen werden.
Die Konzernwelt kann ihre Produktion sofort ins Ausland verlagern, während gerade Selbstständige häufig an die lokalen Verhältnisse gebunden sind. Zudem werden die großen DAX-Konzerne schon jetzt massiv mit Subventionen vollgestopft, während der Familienunternehmer gucken muss, wie er das eigene Überleben sichern kann. Insofern ist die Kündigung des Mietvertrags durch die Deutsche Bank auch durchaus symbolisch zu betrachten. Die anonymisierte Konzernwelt, der Politik treu zur Seite stehend, trifft auf verwurzelte Familienunternehmer, die sich unideologisch den Problemen ihrer Firmen widmen.
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