Die Bahn zahlt Hunderte Millionen Euro „Erfolgsbeteiligung“ an 42.000 Mitarbeiter, obwohl sie 2,4 Milliarden Euro Verlust gemacht hat
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Die Deutsche Bahn wird trotz endloser Verspätungen, schier grenzenloser Unzufriedenheit ihrer Kunden und einem Verlust von 2,4 Milliarden Euro an mehr als 42.000 Mitarbeiter eine „Erfolgsbeteiligung“ für das vergangene Jahr auszahlen. Es soll sich um einen Betrag im mittleren dreistelligen Millionenbereich handeln. Das berichtet der NDR, der aus einer internen Mitteilung des Konzerns zitiert.
Bei der Bahn von „Erfolg“ zu sprechen, dürfte Millionen unzufriedenen Kunden ebenjener die Zornesröte ins Gesicht treiben. Denn: Kundenzufriedenheit und Pünktlichkeit hatten 2023 die Katastrophenwerte aus 2022 nochmals unterschritten.

Soll man lachen oder weinen? Das wohl erfolgloseste Unternehmen Deutschlands zahlt großzügig Erfolgsprämien aus.
Zu den Nutznießern der „Erfolgsbeteiligung“ gehören rund 34.700 Tarifkräfte, 4.100 leitende Angestellte und 3.400 außertarifliche Arbeitnehmende der Bahn, wie es in dem Bericht heißt. Der Bonus beläuft sich auf 15 bis 35 Prozent des Jahreseinkommens, im Mittel auf eine niedrige fünfstellige Summe. „Mitarbeiter, die sich das ganze Jahr für die Bahn einsetzen, die unter schwierigen Bedingungen arbeiten müssen, haben einen Anspruch darauf, finanziell belohnt zu werden“, verteidigt ein Bahn-Sprecher auf NDR-Nachfrage die vertraglich festgelegte Auszahlung, die zudem gerechtfertigt sei.
Jedoch, so der Sprecher, könne er aus Kundensicht aufgrund der schlechten betrieblichen Qualität ein „Störgefühl“ nachvollziehen.
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