„Die Lage ist ernst“: Chemieindustrie drosselt Produktion weiter
N/A
- Sinkende Preise, hohe Kosten und global schwächelnde Nachfrage: Die deutsche Chemieindustrie steckt in der Krise.
- Die Umsätze lagen zwischen April und Juni 15 Prozent unter dem Vergleichswert aus dem Vorjahresquartal, während die Produktion um 8,0 Prozent absackte.
- Der Branchen-Verband will nun Hilfe von der Politik.
Die deutsche Chemieindustrie hat aus Kostengründen ihre Produktion im zweiten Quartal weiter gedrosselt. Die Hoffnung auf eine Erholung müsse angesichts einer zunehmenden Nachfrageschwäche verschoben werden, erklärte der Branchenverband VCI am Donnerstag bei Vorlage seines Konjunkturberichts.
VCI-Präsident Markus Steilmann erneuerte die Forderung nach international wettbewerbsfähigen Strompreisen und Deregulierung.
Die Industrie befindet sich dem VCI zufolge in einer tiefen Krise. Die Umsätze lagen zwischen April und Juni 15 Prozent unter dem Vergleichswert aus dem Vorjahresquartal, während die Produktion um 8,0 Prozent absackte.

Die Unternehmen rechnen laut Verband für das zweite Halbjahr mit einer weiteren Verschlechterung der Geschäftslage.
Außerhalb der wichtigen Pharma-Sparte ging die Produktion sogar um 14,2 Prozent zurück. Die Anlagen waren nur noch zu 77,3 Prozent ausgelastet. Angestrebt wird normalerweise ein Wert von an die 85 Prozent. Die Beschäftigung war mit 477.000 Menschen hingegen stabil.
Immense Standortnachteile
Die Unternehmen rechnen laut Verband für das zweite Halbjahr mit einer weiteren Verschlechterung der Geschäftslage. Für das Gesamtjahr ist der VCI pessimistischer geworden und rechnet nun mit einem Produktionsrückgang von 8 Prozent (zuvor minus 5 Prozent). Bei rückläufigen Preisen werde der Jahresumsatz voraussichtlich um 14 Prozent sinken.

Blick auf den Chempark Dormagen des Betreibers Currenta.
Ob und in welchem Umfang die Branche in Zukunft von einem globalen Aufschwung profitieren könne, sei angesichts der immensen Standortnachteile mehr als fraglich. „Die Lage ist ernst und die Stimmung dementsprechend schlecht”, erklärte Steilemann laut einer Mitteilung.
Mehr NIUS:
Handwerkspräsident warnt vor Kollaps der Baubranche
Mehr NIUS:
Mercedes-Aufsichtsratsvorsitzender Brudermüller: „Die Situation in Deutschland ist viel ernster, als die meisten denken“
Bier seit 1627: Braunschweiger Traditionsbrauerei Wolters stellt Insolvenzantrag
Deutsche sparen vor allem bei Kleidung und Restaurantbesuchen
VW zieht Stellen-Kahlschlag durch: 50.000 Jobs sollen weg
Kredit-Poker: 12.000 Galeria-Mitarbeiter bangen um ihre Jobs
Wer einen limitierten Ferrari will, muss zuerst das E-Auto kaufen
Cyberangriff auf dänischen Pharmakonzern! Erpresser verlangen 25 Millionen US-Dollar
Immer teurer: Für viele stirbt der Traum vom Eigenheim
Mehr NIUS:
VW zieht Stellen-Kahlschlag durch: 50.000 Jobs sollen weg
Kredit-Poker: 12.000 Galeria-Mitarbeiter bangen um ihre Jobs
Wer einen limitierten Ferrari will, muss zuerst das E-Auto kaufen
Cyberangriff auf dänischen Pharmakonzern! Erpresser verlangen 25 Millionen US-Dollar
Immer teurer: Für viele stirbt der Traum vom Eigenheim
Wird Werbung für Fleischprodukte bald verboten?
SpaceX ist fast so viel wert wie der gesamte DAX
Wirtschaftsrat-Boss warnt: Bundesregierung droht auf dem harten Eis der neuen Zeit auszurutschen
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare