Diese 5 Grafiken belegen: Die deutsche Wirtschaft bleibt in der Krise gefangen!
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Die deutsche Wirtschaft befindet sich seit zwei Jahren in der Krise. Während weltweit zum Teil kräftige positive Wachstumszahlen zu verzeichnen sind, schrumpft die deutsche Wirtschaft.
Für das 2. Halbjahr 2024 hatten die Wirtschaftsforschungsinstitute eigentlich einen Wachstumsschub prognostiziert. Doch schon jetzt zeigt sich, dass es der Wirtschaft nicht besser geht und sie tief in ihrer Strukturkrise steckt.
Das zeigen die folgenden 5 Grafiken:
Industrie-Talfahrt beschleunigt sich nochmals!
Diese Woche wurde der Einkaufsmanagerindex für die deutsche Industrie veröffentlicht. Der Wert sank auf 42,6. Werte unter 50 deuten auf eine Schrumpfung hin. Werte unter 45 signalisieren eindeutig eine Rezession. Seit mehr als zwei Jahren schrumpft die deutsche Industrie Monat für Monat, zuletzt hat sich das Tempo der Talfahrt noch einmal beschleunigt.

Noch nie ging es der deutschen Industrie so lange, so schlecht. Weder während der Weltfinanzkrise 2008/2009 noch zu Covid-Zeiten lagen die Industriezahlen so lange im Schrumpfungsbereich.
Die Auftragseingänge brechen weiter ein und beschleunigen den Rückgang der Auftragsbestände. Insbesondere die deutschen Automobil- und Maschinenbauer verlieren kontinuierlich Weltmarktanteile.
Der ifo-Geschäftsklimaindex fällt
Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Juli auf 87,0 Punkte gesunken, nach 88,6 Punkten im Juni. Die Stimmung der Unternehmen hat sich deutlich eingetrübt und die Unternehmen sind mit ihren laufenden Geschäften weniger zufrieden.

Die Skepsis hinsichtlich der kommenden Monate hat zugenommen, was auf eine weiter andauernde Krise hindeutet.
Besonders stark hat sich das Geschäftsklima im verarbeitenden Gewerbe verschlechtert. In diesem Bereich fielen die Urteile zur aktuellen Lage deutlich schlechter aus und die Auftragsbestände gingen erneut zurück. Der ifo-Geschäftsklimaindex bestätigt damit den Einkaufsmanagerindex.

Es trifft alle Wirtschaftsbereiche!
Das Geschäftsklima hat sich in allen wichtigen Wirtschaftsbereichen verschlechtert:
- Im verarbeitenden Gewerbe ist der Index auf -14,1 Punkte gefallen und hat sich damit gegenüber den Vormonaten deutlich verschlechtert.
- Der Dienstleistungssektor verzeichnet einen leichten Rückgang auf 0,7 Punkte, nachdem er in den letzten Monaten leichte Erholungstendenzen gezeigt hatte.
- Der Handel verzeichnet einen starken Rückgang auf -27,8 Punkte, was auf eine tiefe Krise im Einzelhandel hindeutet.
- Im Bauhauptgewerbe liegt der Index bei -26,0, was die anhaltend schwierige Lage in der Bauwirtschaft widerspiegelt.

Deutsche Wirtschaft dürfte im dritten Quartal schrumpfen
Der Einkaufsmanagerindex für die deutsche Gesamtwirtschaft ist im Juli auf 48,7 Punkte gesunken, nachdem er im Juni noch bei 50,4 Punkten gelegen hatte. Dies deutet auf eine Schrumpfung der Wirtschaftsleistung hin.
Dr. Cyrus de la Rubia, Chefökonom der Hamburg Commercial Bank, schlussfolgert daraus, dass „die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal um 0,4 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal schrumpfen wird“.
Fortgesetzte Krisenstimmung
Die sogenannte ifo-Heatmap zeigt eine kompakte Zusammenfassung der konjunkturellen Entwicklung in den verschiedenen Wirtschaftsbereichen. Die deutliche Dominanz der blauen Farbflächen zeigt, dass sich die deutsche Wirtschaft in einer tiefen Krise befindet. Besonders betroffen sind das verarbeitende Gewerbe und der Handel, aber die Heatmap stuft auch die Entwicklung im Dienstleistungssektor als Krise ein.

Diese Grafiken verdeutlichen eindrucksvoll, dass die deutsche Wirtschaft nicht nur vorübergehende, einzelne Schwächen hat, sondern tiefgreifende strukturelle Probleme bewältigen muss, um wieder auf einen nachhaltigen Wachstumskurs zu gelangen.
Es dürfte dann nicht überraschen, wenn die Wirtschaftsforschungsinstitute die Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft bald wieder nach unten korrigieren.
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