Diese 7 Grundsätze haben Deutschlands Wirtschaft stark gemacht – das ist davon übrig geblieben!
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Nach dem 2. Weltkrieg war Deutschland ein vollkommen zerstörtes Land und stieg trotzdem innerhalb weniger Jahrzehnte zu einem der wirtschaftlich erfolgreichsten Länder der Welt wieder auf. Das war kein Zufall, sondern fußte auf Grundsätzen, die Deutschland diesen Wohlstand ermöglicht haben.
Heute müssen wir uns allerdings ernsthaft fragen, was von diesen Grundsätzen noch übrig geblieben ist. Die bittere Antwort: wenig.
Schauen wir uns diese Grundsätze genauer an:
1. Wirtschaftliche und politische Freiheit gehen Hand in Hand
Das erfolgreiche deutsche Wirtschaftsmodell fußte zuvorderst auf dem Prinzip der Freiheit. Der Vater der Sozialen Marktwirtschaft, Ludwig Erhard, zunächst Wirtschaftsminister und später Bundeskanzler, betonte die Verbundenheit von wirtschaftlicher und politischer Freiheit. Ist der Mensch wirtschaftlich nicht frei, so ist er es auch politisch nicht.

Ludwig Erhard (CDU) war von 1963 bis 1966 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.
Heute stellen wir fest, dass der Staat sich in immer mehr Wirtschaftsbereiche einmischt. Sei es durch Bürokratie und Regulierung oder gar durch den Versuch, die Wirtschaft mit Steuern, Abgaben und Subventionen in bestimmte Richtungen zu lenken.
Dies führt unweigerlich zu Wohlstandsverlusten, dennoch äußern sich Wirtschaftsvertreter oftmals – um mögliche Subventionen nicht zu verlieren – nur zurückhaltend zu diesen Schäden. Andere Bevölkerungsgruppen werden durch umfangreiche Sozialleistungen still gehalten. Die Verlierer sind diejenigen, die keinen engen Draht in die Politik haben: kleine und mittlere Unternehmen sowie fleißige Mitarbeiter. Der deutsche Mittelstand.
2. Eigentum schafft Verantwortung
Die deutsche Wirtschaftsordnung hatte – neben der Freiheit – den Wert von Eigentum als einen ihrer wesentlichen Grundpfeiler. Die dahinterstehende Idee war, dass nur durch Eigentum Verantwortung entsteht und Haftung auch durchsetzbar ist. Darüber hinaus wurde erkannt, dass das Eigeninteresse eine starke Motivation für gesellschaftlich verantwortliches Handeln ist.
Die Eigentumsbildung ist heute schwieriger als je zuvor. Mit einer der höchsten Steuer- und Abgabenlasten weltweit, ist es für die allermeisten Menschen unmöglich, wesentliche Vermögen zu bilden. Solange Menschen nicht die Möglichkeit haben, ihren eigenen Wohlstand auf Basis von Eigentum zu bilden, bleiben sie in staatlicher Abhängigkeit.
3. Gesunde Institutionen bilden die Grundlage
Ein weiterer Grund, weshalb Deutschland – wie übrigens auch Japan – nach dem 2. Weltkrieg wieder aufsteigen konnten, liegt darin begründet, dass selbst die 13 Jahre lang währende, schreckliche nationalsozialistische Herrschaft bestehende Institutionen nicht nachhaltig zerstören konnten. Die Bundesrepublik Deutschland konnte nach Ende der Diktatur verhältnismäßig schnell die Rahmenbedingungen wieder ins Lot bringen.
Zu gesunden Institutionen gehören ein gutes Bildungssystem, eine leistungsfähige Infrastruktur, die Herrschaft von Recht und Ordnung, das Vertrauen in die Wirtschaftspolitik, das Bestehen von politischer Stabilität, sichere und günstige Energieversorgung, geringe Korruption, effiziente Arbeitsmärkte, ein attraktives Steuersystem und begrenzte Konsumausgaben des Staates.

Das deutsche Bildungssystem ist dysfunktional, wie die erschreckend schlechten Ergebnisse der letzten Pisa-Studie belegen.
Ob Deutschland wirklich noch gesunde Institutionen hat, muss wohl heute infrage gestellt werden.
4. Der Staat als Schiedsrichter und nicht als Akteur
Eine wesentliche Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands war eine freie Wettbewerbsordnung. Diese ermöglichte Innovation und auch das Ausscheiden von nicht mehr erfolgreichen Unternehmen. Der Staat gewährleistete nur, dass der Prozess fair und chancengleich abläuft, mischte sich allerdings nicht in die Ergebnisse sein. So in etwa wie ein (guter) Schiedsrichter auf dem Fußballfeld.
Heute gibt der Staat Ziele vor, die von der Wirtschaft erreicht werden sollen. Dies ist ein vollkommen anderer Ansatz.
Unternehmen sollten in einer Marktwirtschaft auch nicht „gerettet“ werden, sondern aus dem Markt ausscheiden. Das trägt dazu bei, dass Kapital und Arbeitskräfte effizienter eingesetzt werden. Der Staat – also die (wirtschaftlich oft ungebildeten) Politiker – weiß eben nicht besser, wo Arbeitskräfte oder Kapital eingesetzt werden sollten.
5. Sozial ist nicht gleich Sozialstaat
Über die letzten Jahrzehnte wurde das „soziale“ in der Sozialen Marktwirtschaft zunehmend mit Sozialleistungen verwechselt. Sozial ist alles, das dazu beiträgt, dass es dem Bürger gut geht – insbesondere dem Arbeitnehmer und Konsumenten. Genau deshalb ist der Wettbewerb sozial, weil er Preise niedrig hält und durch Innovation Fortschritt erzeugt.
Ein überbordender Sozialstaat, der die Freiheit des Einzelnen, die Selbstbestimmung und die Eigeninitiative schwächt, ist dagegen unsozial.
Wir stellen heute fest, dass vieles, was als „sozial“ verkauft wird, eigentlich mit dem gegenteiligen Adjektiv beschrieben werden müsste.
6. Stabile Währung schafft Wohlstand und Innovationsdruck
Das soziale Versprechen ist ebenso mit einer stabilen Währung verbunden. Geld muss knapp sein, damit es am effizientesten eingesetzt wird. Die finanzielle deutsche Stabilität verbunden mit einer restriktiven Währungspolitik der Deutschen Bundesbank erfüllten dies über Jahrzehnte. Die Deutsche Mark hat sich als ein absoluter Wohlstandsanker in der deutschen Nachkriegsgeschichte bewiesen.

Der Euro sollte auf derselben Währungspolitik wie bei der Deutschen Mark fußen – auch von diesem Vorhaben ist nicht viel übrig.
Der Euro sollte auf derselben Währungspolitik wie bei der Deutschen Mark fußen, mittlerweile wurden allerdings fast alle Rahmenbedingungen ausgehöhlt. Seitdem hat der Euro gegenüber anderen Währungen (wie dem US-Dollar) stark an Wert verloren.
7. Freihandel schafft Wohlstand
Deutschland hat wie kaum ein anderes Land vom internationalen Handel profitiert. Gestützt auf starken institutionellen Rahmenbedingungen und einer effizient aufgestellten Wirtschaft konnten sich deutsche Unternehmen weltweit behaupten. Diese Rahmenbedingungen sind in den letzten Jahren immer weiter erodiert. Der schwache Euro hat lange darüber hinweggetäuscht, doch mittlerweile ist die Entwicklung für jeden offensichtlich.
Ausgehend von dieser schwächeren Position tritt Deutschland nicht mehr als der starke Verfechter von internationalem Freihandel auf.
Im Rahmen der Europäischen Union werden sogar „Klimazölle“ diskutiert. Ein solcher Protektionismus dürfte ein weiteres Problem für die weiterhin international aufgestellte deutsche Wirtschaft darstellen.
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