Dieser Mann ist schuld, dass die Flaschendeckel jetzt an der Flasche hängen
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Möglicherweise sitzen Sie heute im Garten und bekommen den Deckel von Ihrer Plastikflasche nicht mehr ab. Der Grund dafür liegt in einer EU-Richtlinie, die die Umweltverschmutzung reduzieren soll. Eingeführt wurde sie 2019 vom niederländischen Politiker und damaligem EU-Kommissar Frans Timmermans.
Ab Juli werden bei Plastikflaschen bis drei Liter die Deckel fest verbunden sein. Die 2019 beschlossene EU-Richtlinie gab den Herstellern fünf Jahre Zeit, sie umzusetzen. Diese Frist läuft nun ab. Bislang führten die Hersteller die festen Deckel auf freiwilliger Basis ein, ab kommendem Monat sind sie aber verpflichtend.
„Deckel in Deutschland kein relevantes Umweltproblem“
Ziel dieser Richtlinie über Einwegkunststoffe ist die Vermeidung von Plastikmüll. Die EU konzentrierte sich dabei auf zehn jener Einwegkunststoffprodukte, die in Europa am häufigsten an den Stränden und in den Meeren gefunden werden. Die Richtlinie ist Teil des „Aktionsplans für die Kreislaufwirtschaft“ der Juncker-Kommission – und damit Teil der „EU-Kunststoffstrategie“.

Ab Juli werden die am Plastikbändchen fixierten Deckel Standard.
Der niederländische Politiker Frans Timmermans, seinerzeit Vizepräsident und Kommissar für Klimaschutz in der Kommission von der Leyen, kommentierte in der damaligen Pressemitteilung: „Diese Kommission hat versprochen, sich ambitioniert den großen Fragen zu widmen und den Rest den Mitgliedstaaten zu überlassen. Plastikmüll ist zweifellos ein großes Problem und die Europäer müssen mit vereinten Kräften dagegen vorgehen, denn der Plastikmüll landet letztlich in unserer Luft, unseren Böden, unseren Ozeanen und unserem Essen.“
Die EU-Richtlinie ignoriert aber, dass die Deutschen ihre Plastikflaschen zusammen mit den Deckeln abgeben.

2019 kandidierte Frans Timmermans für „Party of European Socialists“.
Andere EU-Länder haben das Pfandsystem nicht. Dort kann man Plastikflaschen einfach wegwerfen. Oft landen sie in der Umwelt. Dass die Feste-Deckel-Richtlinie nicht auf Deutschland zugeschnitten ist, wurde früh kritisiert. So schrieb Welt bereits im Jahr 2018:
„Trotzdem gibt es die Problematik mit in der Umwelt herumliegenden Plastikdeckeln durch das seit Jahren etablierte Pfandsystem in der Bundesrepublik gar nicht. Eine aktuelle GVM-Studie jedenfalls besagt, dass Getränkeverpackungen hierzulande ganz überwiegend mit den dazugehörigen Verschlüssen zurückgegeben werden: bei bepfandeten Einwegflaschen zu 91 Prozent, bei unbepfandeten zu 85 Prozent.“ Welt hatte Detlev Groß, Geschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke, interviewt, der seinerzeit sagte: „Die Deckel stellen in Deutschland somit überhaupt kein relevantes Umweltproblem dar“.
Die festen Deckel werden ab Juli trotz Pfandsystem eingeführt. Sie werden viele Bürger nerven, die sie als sozialistische Gängelung empfinden. Da die Deutschen ihre Pfandflaschen in der Regel mit Deckel abgeben, ist das auch verständlich.
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