Doch kein „Warnhinweis der Natur“? Plötzlich wirbt Edeka mit Frau in Blau
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Was vor den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen noch ein „Warnhinweis der Natur“ war, ist plötzlich wieder Teil der Werbestrategie von Supermarkt-Riese Edeka:
Die Farbe Blau.
Die Supermarkt-Kette wirbt in Berlin mit großen Plakaten, die eine junge Frau mit blauem Oberteil zeigen, die Nudeln, Camembert-Käse und Multi-Vitamin-Saft anpreist.
Die Supermarkt-Kette hatte noch kurz vor den Wahlen in Sachsen und Thüringen in zwei großen, in Ostdeutschland nicht sonderlich stark vertretenen Tageszeitungen eine ganzseitige Anzeige geschaltet, in der vor der Farbe Blau gewarnt wurde: „Warum bei Edeka blau nicht zur Wahl steht“, lautete die Überschrift. Ein unmissverständlicher Aufruf, nicht die AfD zu wählen.
Mit 32,8 Prozent als stärkste Kraft in Thüringen und mit 30,6 Prozent in Sachsen knapp hinter der CDU, hatten die Wähler den Appell schonmal nicht verinnerlicht. Vor allem jedoch hatte sich bei Kunden und zahlreichen Marktbetreibern Ärger breit gemacht. „Ich bin Lebensmitteleinzelhändler, kein Politiker und werde mich deshalb mit meinem Markt auch nicht in solche Themen einmischen!“, schrieb etwa Supermarkt-Händler Sebastian Becker, der das EDEKA Center Zerbst (Sachsen-Anhalt) betreibt, bei Facebook – und viele taten es ihm gleich.

Die Anzeige, die Edeka vor den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen schaltete.
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Die Konzern-Spitze hatte sich kürzlich für die belehrende Anzeige zu entschuldigen versucht: „Es tut uns leid, wenn die Kampagne bei vielen Menschen anders angekommen ist. Wir werden das intern aufarbeiten“, hatte Edeka-Vorstandschef Markus Mosa in einem Interview mit der Lebensmittelzeitung gesagt. Edeka sei „für alle Kunden da“. Edeka wolle aus den bisherigen Aktionen lernen, erklärten Chefkontrolleur Uwe Kohler und Edeka-Vorstandschef Mosa in dem Interview.
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