E-Ferrari kommt: Er röhrt wie früher
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Traum oder Alptraum – an diesem Ferrari werden sich die Geister scheiden. Ferrari bringt seinen ersten vollelektrischen Sportwagen auf den Markt. Ende des Jahres soll er im Handel sein. Er heißt „Luce“, italienisch für „Licht“. Er soll geschätzt eine halbe Million Euro kosten.
In 2,5 Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer
Die technischen Daten sind noch nicht vollständig veröffentlicht, doch klar ist: Der Viersitzer soll in rund 2,5 Sekunden aus 100 Stundenkilometer sprinten und eine Reichweite von 513 Kilometern schaffen.
Das Interieur hat es in sich. Statt eines minimalistischen Touch-Cockpits wie bei vielen E-Autos setzt Ferrari auf echte Tasten, Schalter und gefräste Metallknöpfe in hoher Qualität. Laut Hersteller soll dies an die Rennsport-Tradition erinnern. Ferrari hat sich prominente Designhilfe geholt: Das Interieur des Ferrari Luce wurde gemeinsam mit LoveFrom entwickelt, dem Studio von Ex-Apple-Chefdesigner Jony Ive. Der Mann, der einst das iPhone nahezu von allen Tasten befreite, setzt im Ferrari jetzt ausgerechnet auf das Gegenteil.

Ferrari kombiniert digitale Anzeigen mit einer echten, schwebenden Zeigernadel – eine Reminiszenz an analoge Zeiten.
Digitale Anzeigen, kombiniert mit einer schwebenden Zeigernadel
Autobild hat das neue Cockpit gesehen und beschreibt es so: „Das extrem aufgeräumt und schlicht wirkende Lenkrad ist mit nur wenigen Bedienelementen versehen: Fahrmodi, Tempomat, Leitungsabstimmung – alles ist per Daumen erreichbar. Selbst eine Art digitale Getriebe-Schaltlogik wurde integriert, um das klassische Gangwechsel-Gefühl zu simulieren.“ Ein Highlight ist das Kombiinstrument. Ferrari kombiniert digitale Anzeigen mit einer echten, schwebenden Zeigernadel – eine Reminiszenz an analoge Zeiten. Das Display ist direkt an der Lenksäule befestigt, damit wichtige Informationen auch bei hohem Tempo im Blick bleiben.
Um das Motorenröhren zu erzeugen, werden die Vibrationen am Antriebsstrang so verstärkt, dass ein Geräusch bei den alten Benzin-Ferraris entsteht – eine Funktion, die der Fahrer auch ausschalten kann.
Im Mai 2026 soll das komplette Fahrzeug vorgestellt werden. Genauer Preis und Marktstart sind noch offen. Klar ist: Man will auch elektrisch emotional bleiben – und so nostalgisch wie möglich.
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