Energieagentur rechnet mit Rekord-Nachfrage nach Kohle
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Die weltweite Nachfrage nach Kohle ist nach Schätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) in diesem Jahr so hoch wie noch nie.
Die globale Kohle-Nachfrage legt demnach um ein Prozent auf 8,77 Milliarden Tonnen zu, wie die IEA in Paris mitteilte. Nach einem Anstieg um mehr als 1,2 Milliarden Tonnen seit 2020 wird die weltweite Kohlenachfrage nach Einschätzung der Experten in den nächsten drei Jahren ein Plateau erreichen und 2027 bei etwa 8,87 Milliarden Tonnen liegen.
Der Energiesektor bleibt der Haupttreiber der Nachfrage, mit einem prognostizierten Höchststand der Stromerzeugung aus Kohle von 10.700 Terawattstunden (TWh) im Jahr 2024.

Anlage zur Kohleverflüssigung in China. Hier wird Kohle zu Kraftstoff verarbeitet – in Deutschland wegen Klimaschutzauflagen undenkbar.
Während der Verbrauch in Industrieländern langsam abnimmt, wird dieses Minus durch steigende Nachfrage in Schwellen- und Entwicklungsländern wie Indien, Indonesien und Vietnam neutralisiert. Indien wird voraussichtlich den größten Anstieg im Kohleverbrauch erleben, insbesondere im Energiesektor und in der Industrie.
China bleibt laut IEA der zentrale Akteur im globalen Kohlemarkt, da es mehr als 30 Prozent der weltweiten Kohle allein verbraucht. Die Elektrifizierung neuer Sektoren wie Mobilität und Industrie sowie der Bedarf aus aufstrebenden Branchen wie Rechenzentren und Künstlicher Intelligenz treiben Chinas Nachfrage weiter an. Trotz Ausbau erneuerbarer Energien und Nutzung von Kernkraft sei das Land weiterhin maßgeblich für das globale Kohle-Hoch verantwortlich.
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