Ergebnis grüner Energie-Politik: Deutschland ist Wertlos-Strom-Weltmeister
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Deutschland hat einen neuen Rekord! Noch nie wurde so viel Sonnenstrom gleichzeitig produziert wie am Dienstag um 13 Uhr: 47,1 Megawatt. Was für Fans der Energiewende ein Grund zum Feiern war, sorgte bei Energie-Ökonomen für Kopfschütteln. Denn der Sonnen-Rekord sorgt zeitgleich für einen Negativ-Rekord:
Deutschland ist auch Wertlos-Strom-Weltmeister.
Nirgends gibt es so viele Stunden, in denen so unendlich viel Strom im Netz ist, sodass ihn niemand haben will und gebrauchen kann und der Preis für Strom auf 0 Euro oder gar ins Negative rutscht. Allein in diesem Jahr lag der Großhandelsstrompreis an 32 Tagen für insgesamt 189 Stunden bei 0 Euro oder gar im negativen Bereich – das entspricht beinahe jeder fünften Stunde.

Trauriger Höhepunkt: der vergangene Sonntag.
Für 9 Stunden – von morgens um 9 Uhr bis abends um 18 Uhr – lag der Strompreis dauerhaft im negativen Bereich und erreichte am Mittag mit -133 Euro pro Megawattstunde den Tiefstwert, -13 Cent pro Kilowattstunde. Das heißt: Deutschland musste anderen Ländern eine Gebühr dafür bezahlen, den deutschen, überschüssigen Strom abzunehmen. Das war aber auch nötig, um ein Zusammenbrechen des Stromnetzes zu verhindern.
2016 waren es noch 97 Stunden mit einem Strompreis von 0 Euro oder darunter, 2023 waren es bereits 325 Stunden. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr könnten es in diesem Jahr mehr als 500 Wertlos-Strom-Stunden werden.
Minus-Geschäft reißt großes Loch in Bundeshaushalt
Die Stromkunden bekommen dieses Minus-Geschäft freilich auf ihrer Stromrechnung über die sogenannten Netzentgelte zu spüren – aber nicht nur die, auch die Bundesregierung muss bluten. Denn: Obwohl Solar-Strom immer häufiger wertlos ist, bekommen die Besitzer von Solar-Anlagen weiterhin die zugesicherten Einspeisevergütungen. Das sind über 20 Jahre festgesetzte Preise pro Kilowattstunde eingespeisten Stroms, um den Kauf einer Solar-Anlage schmackhaft zu machen.
Bisher wurde die Differenz zwischen Einspeisevergütung und Verkaufserlösen am Strommarkt über die sogenannte EEG-Umlage auf der Stromrechnung beglichen. Seit 2023 wird dies aber aus der Bundeskasse bezahlt und die niedrigen und oft sogar negativen Strompreise fressen ein Milliardenloch in ebenjene.

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) wird durch den Wertlos-Strom ein noch größeres Loch im Haushalt zu stopfen haben.
10,6 Milliarden Euro hatte die Ampel für 2024 eingeplant. Konservative Schätzungen gehen davon aus, dass mindestens der doppelte Betrag notwendig sein wird, um die Differenz zu begleichen. Andere Experten sagen, die EEG-Kosten könnten in Richtung von 30 Milliarden Euro ansteigen.
Bedeutet: Die Bundesregierung gibt 2024 mindestens 20 Milliarden Euro Steuergeld dafür aus, wertlosen Strom in Zeiten, in denen Strom im Überfluss vorhanden ist, zu vergüten. Und je mehr Solar-Anlagen gebaut werden, desto häufiger wird Strom im Überfluss vorhanden und wertlos sein, desto größer wird das Finanzierungsproblem werden.
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