Erschreckende Analyse von Experten: Warum Deutschland nicht mehr wächst
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Die Hoffnung war groß, dass nach der Schrumpfung im vergangenen Jahr in diesem Jahr alles besser wird. Aber falsch gehofft, schreibt Deutschlands große Wirtschaftszeitung Handelsblatt in seiner neuen Ausgabe.
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) wird am Mittwoch bei der Vorstellung des Jahresgeschäftsberichtes verkünden, dass die Regierung für 2024 bloß noch ein Wachstum von 0,2 Prozent erwartet. Habeck nannte das „dramatisch“, Finanzminister Christian Lindner (FDP) „peinlich“.
Das „Handelsblatt“ nennt fünf Gründe, warum 2024 nicht mal ein Mini-Wachstum gelingt – und warum die deutsche Wirtschaft nicht aus der Krise kommt.
1. Miserabler Start für die deutsche Wirtschaft
Wichtige Frühindikatoren erholen sich nicht wie erhofft, sondern sind noch weiter in den Keller gerauscht. Die Unternehmen beurteilen im Ifo-Geschäftsklimaindex sowohl ihre Lage als auch ihre Aussichten noch schlechter als zuvor.
2. Missmanagement
Für den miesen Jahresstart lassen sich handfeste Gründe ausmachen. „Vieles hat meiner Einschätzung nach mit dem Missmanagement der Wirtschafts- und Klimapolitik zu tun“, sagt Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „Unsicherheit und Unzufriedenheit sind überall zu spüren.“ Dadurch würden Konsum und Investitionen gebremst. Die politische Verunsicherung sei in Deutschland derzeit deutlich höher als in anderen Ländern.

Timo Wollmershäuser
3. E-Automarkt bricht ein
Im Januar lagen die Neuzulassungen von Pkw fast 12 Prozent unter dem Niveau im Dezember, zeigen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts. Vor allem der Elektro-Automarkt ist eingebrochen, der Absatz halbierte sich. Gerade das – so das „Handelsblatt“ – lässt sich auf eine Entscheidung der Bundesregierung zurückführen. Die staatliche Kaufprämie für E-Autos hatte Berlin im Dezember nach dem Schuldenbremse-Urteil abrupt gestoppt.

Günstig und schon jetzt auf deutschen Straßen: der BYD Atto 3
4. Hohe Krankenstände
In Deutschland sind zurzeit besonders viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer krank. Fehlen viele Beschäftigte, werden die Produktionsmöglichkeiten der Unternehmen eingeschränkt. Und: Wer krank ist, geht auch nicht einkaufen oder in Restaurants.
5. Streiks verstärken Negativ-Effekt
Streiks bei Bahn und Bus haben manchen vom Geldausgeben abgehalten. „Das dürfte nicht gut sein für den Konsum“, sagt RWI-Konjunkturchef Schmidt. Aussichten: eher pessimistisch.

Streikendes Flughafenpersonal in Leipzig
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