Erwerb von Immobilien immer teurer: Warum der Traum vom Eigenheim scheitert
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Rund drei Viertel der Deutschen würde gerne in den eigenen vier Wänden leben, ermittelte das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) Köln in der Studie „Wohnen in Deutschland 2025“. Und laut Branchenverband IVD würden 67 Prozent der Mieter am liebsten ins Wohneigentum wechseln, berichtet die Welt. Dieser Wunsch aber rückt 2026 voraussichtlich in noch weitere Ferne als bisher.
Die aktuelle Entwicklung in der Wirtschaft, bei Löhnen und Abgaben sowie bei den Immobilienpreisen selbst führt zu Ernüchterung. Schon im Sommer 2025 stellte der Verband der privaten Bausparkassen in seiner Jahresumfrage fest: Nur noch 33 Prozent nennen Wohneigentum als Sparziel, das waren zehn Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Vor allem jüngere Kaufinteressenten hätten ihren Eigenheim-Traum aufgegeben. Ausgerechnet für die Gruppe lässt das Jahr 2026 noch weniger Gutes erwarten.
Wenig Verbesserung zu erwarten
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung prognostiziert steigende Preise für Eigentumswohnungen in den Städten, aber gleichzeitig auch weiter steigende Mieten. Im Jahr 2025 sind die durchschnittlichen Mietpreise bundesweit um vier Prozent, in den großen Städten sogar um acht Prozent gestiegen. Weil die Zahl der Fertigstellungen neuer Wohnungen sinken dürfte, sei wenig Verbesserung zu erwarten.
Wie viel Wohneigentum kann ich mir 2026 mit meinem Monatsbudget leisten? Antwort: immer weniger. Von Oktober 2024 bis Oktober 2025 ging die sogenannte „Erschwinglichkeit“ zurück. „In mehreren Metropolen sind die Immobilienpreise zuletzt wieder leicht gestiegen oder stagnieren auf höherem Niveau, während die Einkommenszuwächse in Kombination mit leicht gestiegenen Finanzierungszinsen diese Entwicklung nicht vollständig ausgleichen können“, beschreiben die Kölner Ökonomen die Lage. „Babyboomer mussten in den 1980er-Jahren etwa das 1,7-Fache für ein Einfamilienhaus aufbringen. Millennials heute dagegen mehr als drei bzw. fünf Jahreseinkommen.“ Mit der aktuellen Sparquote von 20 Prozent müssen Millennials heute rund 14 Jahre sparen, um das notwendige Eigenkapital bereitzustellen. In den 80er Jahren hätten Haushalte nur halb so lange benötigt. „Diese Entwicklung führt dazu, dass der Zugang zu Eigentum zunehmend von vorhandenem Vermögen abhängt“, bemängeln die Experten.

m Jahr 2025 sind die durchschnittlichen Mietpreise bundesweit um vier Prozent, in den großen Städten sogar um acht Prozent gestiegen.
2026 steigen die Bauzinsen
Zinsexperten gehen von höheren Belastungen im kommenden Jahr aus. „Zum Jahresausklang zeigen sich die Bauzinsen leicht steigend – dieser Trend könnte auch 2026 anhalten“, stellen die Marktexperten des Kreditvermittlers Interhyp Ende 2025 fest. „Kaufinteressenten sollten sich auf ein höheres Zinsniveau einstellen. Auch die Preise dafür dürften aufgrund der nach wie vor großen Nachfrage weiter anziehen.“ Grund dafür sei ein weiterer Finanzierungsbedarf des Staates.
Interhyp befragt jeden Monat eine Finanzierungs-Expertenrunde nach ihren Zukunftseinschätzungen. Rund 67 Prozent gehen für das nächste halbe Jahr von steigenden Bauzinsen aus. Fazit: Der Traum vom Eigenheim rückt für die meisten in weite Ferne.
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