„Finanzierung wird ein Kraftakt“: Bayern plant Fusionsreaktor für 2 Milliarden Euro
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Für rund zwei Milliarden Euro soll in den kommenden Jahren in Garching bei München ein erster Forschungsreaktor zur Kernfusion entstehen. Dafür haben in München Vertreter der bayerischen Staatsregierung, das Münchner Start-up Proxima Fusion, das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) und der Dax Konzern RWE eine Absichtserklärung unterzeichnet. Geplant ist eine Zusammenarbeit, die vom Demonstrationsreaktor „Alpha“ bis hin zum ersten kommerziellen Magnetfusionskraftwerk reichen soll. Dieses Kraftwerk soll am Standort des ehemaligen Atomkraftwerks Gundremmingen entstehen.
„Finanzierung wird ein Kraftakt“
„Die Finanzierung dazu wird ein wirklicher Kraftakt sein, das muss man sagen. Allein das Projekt Alpha wird 2 Milliarden Euro kosten“, so Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Der Freistaat wolle sich nach seinen Angaben mit 400 Millionen Euro beteiligen. Mindestens weitere 400 Millionen Euro sollen über Proxima Fusion von privaten Investoren kommen. In München findet dazu derzeit eine größere Investorenkonferenz statt, bei der weiteres Kapital eingeworben werden soll. Söder setzt zudem darauf, dass sich der Bund an dem „großen nationalen Projekt“ beteiligt und dafür mehr als eine Milliarde Euro übernimmt.
Proxima Fusion Gründer Francesco Sciortino sieht in dem Vorhaben die Chance, „eine ganz neue Industrie zu bauen“. Ziel sei es, die Anlage in sechs bis sieben Jahren in Betrieb zu nehmen. Das erfordere eine Leistung auf Weltklasseniveau.
Neben dem Projekt „Alpha“ in unmittelbarer Nähe des IPP in Garching sollen nach Angaben von RWE in Gundremmingen parallel die Vorbereitungen für den späteren Bau des ersten kommerziell nutzbaren Fusionsreaktors „Stellaris“ beginnen. Der Reaktor soll weitgehend identisch zu „Alpha“ sein und mithilfe von Magnetfusions-Technologie nutzbare Energie erzeugen. Die Finanzierung von „Stellaris“ ist bislang allerdings noch offen.
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