Firmenpleiten in Deutschland steigen weiter an
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Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist weiter gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts meldeten im April 2.276 Unternehmen Insolvenz an. Das entspricht einem Plus von 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Auch im bisherigen Jahresverlauf setzt sich dieser Trend fort. Von Januar bis April registrierten die Amtsgerichte insgesamt 8.551 Unternehmensinsolvenzen. Das waren 6,7 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Die angemeldeten Forderungen der Gläubiger summierten sich in den ersten vier Monaten auf rund 13,9 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte dieser Wert noch bei 22,5 Milliarden Euro gelegen. Nach Angaben der Statistiker ist der Rückgang darauf zurückzuführen, dass Anfang 2025 mehr große Unternehmen Insolvenz anmelden mussten.
Auf 10.000 Unternehmen kamen bis einschließlich April bundesweit 24,1 Insolvenzen. Besonders häufig betroffen waren die Bereiche Verkehr und Lagerei sowie das Gastgewerbe und das Baugewerbe. Das Statistische Bundesamt weist darauf hin, dass die Insolvenzen erst nach einer ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik aufgenommen werden. Zwischen dem eigentlichen Insolvenzantrag und der statistischen Erfassung liegen daher häufig mehrere Monate.
Auch das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) sieht die Entwicklung mit Sorge. Nach Berechnungen des Instituts wurden im ersten Halbjahr bereits 4.996 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften registriert. Das sei der höchste Stand seit dem zweiten Quartal 2005. Nach Einschätzung der Forscher betrifft die Entwicklung inzwischen zahlreiche Branchen und Regionen gleichzeitig.
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