Ford in Flammen
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Was bei anderen Autobauern schon passiert ist, schlägt jetzt bei den Ford Werken in Köln durch: Wegen schwacher Nachfrage nach Elektrofahrzeugen verschärft der Autobauer Ford seinen Sparkurs und streicht 1000 Stellen.
Das Unternehmen in Köln teilte mit, dass man im Januar vom bisherigen Zwei-Schichten-System auf Ein-Schicht-Betrieb umstelle. Schon vor knapp einem Jahr hatte das Management einen Sparplan verkündet, der zu scharfen Protesten und zum ersten Streik in der Geschichte der Kölner Ford-Werke geführt hatte. Erst kürzlich hatten die Beschäftigten diesen Sparplan zähneknirschend akzeptiert, berichtet die Berliner Zeitung.
Schon im nächsten Januar soll die Zahl der Arbeitsplätze reduziert sein. Sollten die Pläne umgesetzt werden, hätte Ford in gut zwei Jahren nur noch etwa 7.600 Beschäftigte. Ende des vergangenen Jahrzehnts waren es rund 20.000 gewesen.

Fabrikneue Ford-PKWs stehen bereit.
„Ein weiterer Tiefschlag für den Standort Köln“
Jetzt erklärte das Ford-Management den Beschäftigten der Produktion, warum die Maßnahmen notwendig seien. „Wir sind uns der Auswirkungen auf unsere Mitarbeitenden bewusst und setzen uns dafür ein, die Betroffenen bestmöglich zu unterstützen.“ Die IG Metall reagierte enttäuscht. „Das ist ein weiterer Tiefschlag für den Standort Köln.“ Ein anderer sprach von „Ford in Flammen“.
Die Ford-Werke sind seit 1930 in Köln, die Deutschland-Tochter des US-Konzerns hat eine große Tradition. Mit dem Kleinwagen Fiesta gelang Ford ein Kassenschlager; ein Auto, das solide, einfach und billig war. Die Erfolgsgeschichte endete im Sommer 2023, da lief der letzte Fiesta vom Band.
Ford stellte das Werk auf Elektroproduktion um, das kostete fast zwei Milliarden Euro. Die Nachfrage nach Stromern sank rapide, nachdem die Bundesregierung die Elektro-Kaufprämie gestrichen hatte. Der PKW-Verkauf bei Ford verlief schleppend. Von Januar bis August 2025 wurden in Deutschland rund 74.000 Ford-PKW zugelassen, davon rund 20.000 mit Elektroantrieb.
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