Fünf schockierende Fakten, wie sehr Europa die Digitalisierung vergeigt
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Die digitale Zukunft läuft Europa davon – und das dramatisch. Während die USA und asiatische Länder in Sachen digitale Patente und Innovationen vorneweg marschieren, bleibt Europa weit abgeschlagen zurück. Eine aktuelle Studie der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw) zeigt die erschreckenden Defizite der EU bei der Digitalisierung.
Hier sind fünf schockierende Fakten, die Europas digitale Misere verdeutlichen:
1. USA und China dominieren digitale Weltklassepatente
Das Innovationspotenzial ist für Volkswirtschaften ein entscheidender Erfolgsfaktor. Innovationsfähigkeit wird gemeinhin mit der Zahl der Patentanmeldungen gemessen. Die wichtigsten unter ihnen nennen sich Weltklassepatente, sie bilden die ausschlaggebende Zahl für ein realitätsnahes Bild hinsichtlich der Innovationsfähigkeit eines Landes.
Die Digitalisierung schreitet weltweit voran, doch Europa hinkt deutlich hinterher. Die Vereinigten Staaten und China vereinen fast 80 Prozent der digitalen Weltklassepatente auf sich.

Von den insgesamt 92.000 Patenten entfallen 49.000 auf die USA und 28.000 auf China, während die gesamte EU nur 10.000 besitzt. Das bedeutet, dass mehr als jedes zweite fortgeschrittene digitale Weltklassepatent aus den USA kommt. Europa droht den Anschluss zu verlieren und spielt in der digitalen Spitzenforschung nur eine untergeordnete Rolle.
2. Deutschlands Rückstand in digitalen Patenten
Deutschland, das größte und wirtschaftlich stärkste Land in der EU, hat ebenfalls Schwierigkeiten, in der digitalen Transformation mitzuhalten. Mit nur 4.400 digitalen Weltklassepatenten liegt Deutschland weit hinter den USA und China zurück. Obwohl Deutschland einen soliden Anteil an traditionellen Weltklassepatenten hat, kann es diesen Vorsprung nicht in den digitalen Bereich übertragen. Der Anteil Deutschlands an digitalen Weltklassepatenten beträgt nur 4,6 Prozent, was deutlich unter dem Durchschnitt von 6,6 Prozent für alle Weltklassepatente liegt.
3. Geringe Innovationsdynamik in Europa
Während andere Länder – insbesondere im östlichen Asien – in den letzten Jahren eine beeindruckende Dynamik gezeigt haben und ihre Anzahl an digitalen Weltklassepatenten mehr als verdoppeln konnten, stagniert Europa.
Länder wie China, Südkorea und Israel zeigen hohe Wachstumsraten bei digitalen Patenten, doch die EU und Deutschland können da nicht mithalten. Europas Dynamik bleibt hinter der globalen Entwicklung zurück.
4. Ungenügende Investitionen in Forschung und Entwicklung
Ein wesentlicher Grund für Europas Rückstand in der Digitalisierung sind die ungenügenden Investitionen in Forschung und Entwicklung.
Während die USA jährlich über 500 Milliarden Dollar in Forschung und Entwicklung investieren und Südkorea 4,6 Prozent seiner Wertschöpfung in Forschung steckt, bleiben die Ausgaben in der EU-weit hinter den Erwartungen zurück.
Deutschland beispielsweise gibt nur rund 3 Prozent seiner Wertschöpfung für Forschung und Entwicklung aus (und das liegt noch deutlich über dem EU-Durchschnitt). Ohne ausreichende finanzielle Mittel fehlt es an Innovationskraft und der Möglichkeit, bahnbrechende Technologien zu entwickeln und zu fördern.

Selbst der elektronische Personalausweis ist in Deutschland mit großen technischen Hürden verbunden.
5. Fehlende Spitzenpositionen in Schlüsselsektoren
In den fortgeschrittenen digitalen Technologien wie Künstliche Intelligenz, Blockchain, Cyber Security und 5G sind die USA und China klar führend. Europa spielt nur eine Nebenrolle.
Besonders gravierend ist, dass die EU in keiner dieser Technologien eine Spitzenposition innehat. Diese Technologiefelder sind entscheidend für die zukünftige Innovationskraft und wirtschaftliche Stärke. Europas Rückstand in diesen Bereichen könnte langfristig zu erheblichen Wettbewerbsnachteilen führen.
Viele Weltregionen der Welt fragen sich zunehmend, wann Europa auf den digitalen Wachstumspfad aufspringt. Europa steht vor einer gewaltigen Herausforderung, wenn es darum geht, im globalen Wettbewerb der digitalen Transformation mitzuhalten. Die vbw-Studie zeigt alarmierende Defizite auf, die dringend angegangen werden müssen, um den wirtschaftlichen und technologischen Anschluss nicht zu verlieren.
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