Gau am Strommarkt: Deutscher Strompreis 16.500 Prozent höher als in Frankreich
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492 Euro in Deutschland, 2,96 Euro in Frankreich! Der Strompreis ist in Deutschland viel höher als in unseren Nachbarländern. Etwa 166 Mal so hoch wie in Frankreich. Grund ist nach NIUS-Informationen ein Problem bei der Umstellung des Auktionssystems bei Europas größter Strombörse Epexspot.
Durch den Fehler ist der Handel von Strom über Landesgrenzen – also für Strom-Importe und -Exporte hinweg beinahe gänzlich zum Erliegen gekommen – das hat für einen plötzlichen Anstieg der inländischen Nachfrage nach Strom gesorgt und die Preise explodieren lassen. Jeden Tag um 12 Uhr wird an der Strombörse für den Folgetag ein Preis mit allen erwarteten Stromproduktionen aus Wind, Solar, Kernenergie und sämtlichen konventionellen Kraftwerken sowieso den Stromflüssen über Landesgrenzen hinweg errechnet, der sogenannten „Day-Ahead-Preis“ – weil die Importe und Exporte aber nicht in die Preise mit einbezogen werden konnten, waren die Preise regional so unterschiedlich und in Deutschland so exorbitant hoch.
Heißt: Deutsche Stromhändler konnten keinen günstigeren Strom mehr aus dem Ausland zukaufen, es mussten schnell inländische Kraftwerke einspringen, und zwar für teures Geld. 116 Mal teurer als in Frankreich. Anders ausgedrückt also unfassbare 16.500 Prozent mehr, die die Deutschen bezahlen müssen.

So unterschiedlich sind die Day-Ahead-Strompreise für Deutschland heute.
Ein Beleg dafür, dass Deutschland für eine sichere und günstige Versorgung mit Strom auch von Exporten aus dem Ausland abhängig ist, sagte der Geschäftsführer eines großen europäischen Stromhändlers zu NIUS „Dass Deutschland ein Kapazitätsproblem hat, ist allen im Stromhandel-Segment klar, aber wie stark sich das auswirken kann, hätten selbst unsere erfahrensten Analysten überrascht.“
Noch ist unklar, was für die Probleme bei den Day-Ahead-Auktionen gesorgt hat. Epexspot hat sich zu dem Vorfall noch nicht geäußert.
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