Wegen geringer Nachfrage: United Airlines streicht tägliche Verbindung nach Frankfurt
Ein Beitrag von
Sinkt die Nachfrage nach Flügen zwischen den USA und Deutschland? Die größte Airline der Welt, United Airlines, streicht jedenfalls eine Verbindung von der US-Ostküste zum wichtigsten Europa-Hub in Frankfurt.
Bisher flog United von seinem Drehkreuz Newark zweimal täglich in die Rhein-Main-Metropole. Ab dem 1. Juni 2026 streicht United eine tägliche Verbindung. Heißt: Sieben Flüge weniger pro Woche. Die Entscheidung deutet auf einen deutlichen Nachfrage-Rückgang hin, denn sowohl Newark als auch Frankfurt sind für United und Lufthansa, die für transatlantische Flüge ein Joint-Venture betreiben, wichtige Flughäfen zum Umsteigen.

Schwächeln die deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen? United Airlines kürzt Verbindungen!
Der Flug UA74 verließ bisher täglich um 21:40 Uhr in Newark (New Jersey) das Gate und landete in Frankfurt um 11:45 Uhr des Folgetages. Jetzt bleibt nur noch der Direktflug zwei Stunden früher sowie eine Lufthansa-Direktverbindung um 18 Uhr.
Zubringer für Ramstein-Personal gekürzt
Die Verbindung von Newark nach Frankfurt ist auch eine wichtige Versorgungsstrecke für ziviles und militärisches Personal für die Militärbasis Ramstein, die etwa 100 Kilometer außerhalb von Frankfurt am Main liegt. Dass Verbindungen nach Deutschland von einer US-Airline gestrichen werden, ist ein unüblicher Vorgang. Mit Ausnahme der Corona-Zeit gab es kaum Streichungen zwischen den beiden Wirtschaftsnationen. Zuletzt wurde die saisonale Verbindung zwischen der US-Ostküste und Hamburg im Jahr 2018 gestrichen.
Wachsende Nachfrage zu anderen europäischen Zielen
Insgesamt baut United Airlines sein Netzwerk im kommenden Jahr aus. Ab Mai fliegt die Airline dreimal wöchentlich nach Kroatien und verbindet Split an der Adria mit Newark. Dabei erwarten die Planer auf der Strecke eine zahlungskräftige Kundschaft. Es wird eine Boeing 767-300 zum Einsatz kommen, die über besonders viele (46) Sitze in der Business-Class verfügt. 22 Sitze hat das Flugzeug in der Premium Economy, 43 Sitzplätze mit mehr Beinfreiheit und „nur“ 56 reguläre Economy-Sitze.
Ab Mai kommt der gleiche Flugzeugtyp auf einem neuen Direktflug nach Bari (Italien) zum Einsatz. Damit bietet United im Sommer 15 tägliche Verbindungen nach Italien. Außerdem wird die Strecke nach Glasgow in Schottland wiederbelebt. Für Kultur- und Pilger-Interessierte bietet die Airline ab Mai 2026 dreimal wöchentlich eine Verbindung nach Santiago de Compostela (Spanien) an. Damit hat man doppelt so viele spanische Ziele im Portfolio (Madrid, Barcelona, Malaga, Bilbao, Mallorca, Santiago) als deutsche (Berlin, München, Frankfurt).
Mehr Verbindungen nach Israel und Südkorea
Neben den zwei täglichen Verbindungen von San Francisco nach Seoul, fügt die Airline eine weitere Verbindung ab Newark ein. Zu den 24 wöchentlichen Verbindungen von diversen US-Städten nach Tel-Aviv kommt eine weitere Verbindung ab Newark hinzu.
Saisonale Verbindungen aus den vergangenen Jahren werden im Sommer 2026 wiederbelebt: Mongolei, Portugal, Palermo, Grönland, Taiwan, Senegal, Mexiko sind unter den Destinationen. Von Kürzungen sind nur Verbindungen nach Frankfurt und Athen betroffen.
Mehr NIUS:
Evonik-Boss Kullmann: „Die CO2-Gebühr für Europa muss weg“
Mehr NIUS:
Mercedes-Aufsichtsratsvorsitzender Brudermüller: „Die Situation in Deutschland ist viel ernster, als die meisten denken“
Bier seit 1627: Braunschweiger Traditionsbrauerei Wolters stellt Insolvenzantrag
Deutsche sparen vor allem bei Kleidung und Restaurantbesuchen
VW zieht Stellen-Kahlschlag durch: 50.000 Jobs sollen weg
Kredit-Poker: 12.000 Galeria-Mitarbeiter bangen um ihre Jobs
Wer einen limitierten Ferrari will, muss zuerst das E-Auto kaufen
Cyberangriff auf dänischen Pharmakonzern! Erpresser verlangen 25 Millionen US-Dollar
Immer teurer: Für viele stirbt der Traum vom Eigenheim
Mehr NIUS:
VW zieht Stellen-Kahlschlag durch: 50.000 Jobs sollen weg
Kredit-Poker: 12.000 Galeria-Mitarbeiter bangen um ihre Jobs
Wer einen limitierten Ferrari will, muss zuerst das E-Auto kaufen
Cyberangriff auf dänischen Pharmakonzern! Erpresser verlangen 25 Millionen US-Dollar
Immer teurer: Für viele stirbt der Traum vom Eigenheim
Wird Werbung für Fleischprodukte bald verboten?
SpaceX ist fast so viel wert wie der gesamte DAX
Wirtschaftsrat-Boss warnt: Bundesregierung droht auf dem harten Eis der neuen Zeit auszurutschen
Philippe Fischer
Artikel teilen
Kommentare