Deutschland, unbezahlbar: Nirgendwo ist das Wohnen so teuer wie in diesen Städten
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Deutschland ist das Land der Mieter. Rund 60 Prozent der Bundesbürger leben zur Miete. Aber Deutschland hat ein gigantisches Wohnungs-Problem.
Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland rund 43,4 Millionen Wohnungen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren das 282.800 Wohnungen mehr als Ende 2021 – klingt viel, ist es aber nicht! Denn es fehlt an bezahlbarem Wohnraum.

Mit durchschnittlich 17,26 Euro pro Quadratmeter ist München für Mieter zurzeit die teuerste Stadt Deutschlands.
Allein in diesem Jahr werden laut einer Studie des Pestel-Instituts und des Bauforschungsinstituts ARGE über 700.000 Wohnungen fehlen. So viele wie seit 20 Jahren nicht. Die Folge: Exorbitant hohe Mieten in den Großstädten.
„Die enorme Nachfrage nach Wohnraum und die immer dramatischere Wohnungsknappheit machen sich leider einige Anbieter von Wohnraum zunutze und verlangen unverschämt hohe Mieten – Quadratmeterpreise von 50 Euro und mehr sind da leider keine Seltenheit mehr“, erklärt der Präsident des Deutschen Mieterbundes, Lukas Siebenkotten.
In den 14 größten deutschen Städten mit mehr als 500.000 Einwohnerinnen und Einwohnern wurden inserierte Wohnungen im Schnitt für 12,23 Euro pro Quadratmeter (nettokalt) angeboten. Im Vergleich zu den Vorjahren sind die Wiedervermietungsmieten bundesweit mit vier Prozent weiterhin etwas stärker gestiegen.
Das sind die zehn Städte mit den höchsten Mieten:

Eine Auswertung des Immobilen-Portals Immowelt zeigt die angespannte Lage. München ist die mit Abstand teuerste Stadt in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Mieten dort um nochmal 4,5 Prozent angestiegen. Jetzt müssen Mieter im Schnitt 17,26 Euro pro Quadratmeter zahlen. Hinter München ist Frankfurt am Main. In der Wirtschaftsmetropole der Bundesrepublik müssen Mieter im Schnitt 12,73 Euro pro Quadratmeter zahlen – ein Plus von 2,2 Prozent.
Auf Platz drei ist mit nur einem leichten Plus Stuttgart vertreten. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg jedoch nur ein leichtes Mieten-Plus von 0,1 Prozent. Darauf folgen Köln (12,30 Euro pro Quadratmeter), Freiburg im Breisgau und Heidelberg. Dort sind die Mieten sogar leicht gefallen. Erst dann, auf Platz sieben kommt Berlin. In der Hauptstadt zahlen Mieter im Schnitt 11,78 Euro für den Quadratmeter. Schlusslicht ist Mainz. Hier kostet der Quadratmeter Mietwohnung im Schnitt 11,65 Euro.

Altbau-Wohnungen in München – für Normalverdiener unbezahlbar.
Vor 30 Jahren (1990) lag der Quadratmeterpreis für eine erstbezogene Wohnung in Deutschland im Schnitt bei etwa sieben Euro. 2022 waren es durchschnittlich 14 Euro. Ein Anstieg von knapp 100 Prozent!
Dass es auch anders geht, zeigt eine Auswertung des Portals Kleinanzeigen. Demnach ist die günstigste Stadt Deutschlands Plauen in Sachsen. Im Schnitt zahlt man dort etwa fünf Euro pro Quadratmeter an Miete. Keine Stadt in der Bundesrepublik kommt an so niedrige Preise für Wohnungen ran.
Lesen Sie auch: „Mietenstopp“ für drei Jahre: SPD fordert verschärfte Regulierungen
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