Industrie-Chef Russwurm appelliert an Habeck: Regierung muss Kohle-Ausstieg verbieten!
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Durch den Bau der neuen Kraftwerke soll auch ein früherer Kohleausstieg abgesichert werden. Für das rheinische Revier ist dieser bereits um acht Jahre auf 2030 vorgezogen worden. Habeck rechnet mit einem vorgezogenen, marktgetriebenen Kohleausstieg auch in Ostdeutschland.
Russwurm sieht weit höheren Bedarf an Kapazitäten
„Das Thema Kraftwerkstrategie wird schon fast zum Running Gag“, sagte Russwurm, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industries (BDI). „Ich höre jetzt seit fast einem Jahr: ‚Wir werden demnächst eine Kraftwerkstrategie haben‘. Der für diesen Sommer angekündigte Kabinettsbeschluss für den zugrunde liegenden und erforderlichen Kapazitätsmarkt liegt noch immer nicht vor.“

BDI-Präsident Russwurm appelliert an die Bundesnetzagentur.
Der Bedarf an neuen, regelbaren Gaskraftwerkskapazitäten sei weit größer als das, was aktuell von der Regierung geplant werde, sagte Russwurm. Wenn alle politischen Rahmenbedingungen und vielleicht sogar die Finanzierung geklärt seien, komme die Frage hinzu: „Können wir die Gaskraftwerke überhaupt bauen? Ein richtig großes, wasserstofffähiges Kraftwerk gibt es bisher nirgendwo“, sagte Russwurm.
„In Diskussionen mit Herstellern, mit den Ingenieurinnen und Ingenieuren, die daran arbeiten, höre ich: Wir würden liebend gern eines bauen, allerdings dort, wo eine Wasserstoffpipeline ist, die auch die notwendigen Mengen an Wasserstoff liefert“, sagte der BDI-Präsident. Es müsse erst einmal ein Kraftwerk gebaut werden, um den Schritt vom „Komponentenprüfstand“ in die Praxis zu tun: „Das ist bis heute noch nicht passiert.“
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