Teurer Start ins Jahr: Inflation steigt auf 2,1 Prozent – Lebensmittel und Sprit ziehen an
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In Deutschland hat sich das Leben zu Beginn des Jahres 2026 wieder spürbarer verteuert. Die Verbraucherpreise lagen im Januar 2,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, nachdem die Inflationsrate im Dezember noch 1,8 Prozent betragen hatte. Das Statistische Bundesamt bestätigte damit seine vorläufigen Berechnungen. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise demnach um 0,1 Prozent.
Besonders deutlich zog im Januar der Bereich Lebensmittel an. Für Nahrungsmittel mussten Verbraucher 2,1 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor, im Dezember hatte der Anstieg noch bei 0,8 Prozent gelegen. Stark nach oben ging es unter anderem bei Schokolade mit einem Plus von 21 Prozent. Auch Obst verteuerte sich mit 6,1 Prozent spürbar, Fleisch lag 4,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Entlastung gab es dagegen bei Speisefetten und Speiseölen, die 20,1 Prozent günstiger waren. Butter kostete ein Drittel weniger als im Januar 2025, ein Rückgang um 33 Prozent.
Gesenkte Mehrwertsteuer kaum spürbar
Ein weiterer Treiber blieben Dienstleistungen. Zwar fiel der Anstieg hier mit 3,2 Prozent etwas moderater aus als in den drei Monaten zuvor, als jeweils 3,5 Prozent gemessen wurden. Dennoch blieb der Bereich überdurchschnittlich teuer. In den Dienstleistungspreisen spiegeln sich laut Bundesamt unter anderem die höheren Kosten für das Deutschlandticket wider. Außerdem fiel auf, dass sich Restaurant- und Café-Besuche trotz der zum Jahreswechsel gesenkten Mehrwertsteuer auf Speisen von 19 auf 7 Prozent nicht verbilligten. Im Gegenteil: Der Gaststättenbesuch verteuerte sich binnen Jahresfrist um 3,6 Prozent.
Sprit wird teurer
Bei Energie gab es hingegen etwas Entlastung. Insgesamt waren die Energiepreise im Januar 1,7 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Strom wurde um 3,2 Prozent günstiger, Gas um 2,5 Prozent. Gleichzeitig mussten Autofahrer an der Tankstelle mehr bezahlen: Kraftstoffe lagen 0,5 Prozent über dem Vorjahreswert.
Nach Angaben des ADAC war Superbenzin der Sorte E10 im Januar im Durchschnitt 8,6 Cent teurer als im Dezember, Diesel kostete 9,4 Cent mehr. Als Hauptgrund nennt der Automobilclub gestiegene Rohölpreise. Zusätzlich könnte die Anhebung des CO2-Preises auf 55 bis 65 Euro je Tonne Kohlendioxid die Spritkosten beeinflusst haben. Nach früheren ADAC-Angaben kann das bis zu drei Cent pro Liter ausmachen. Der seit 2021 geltende CO2-Preis auf Heiz- und Brennstoffe soll den Umstieg auf klimafreundlichere Technologien beschleunigen.
Ökonomen rechnen damit, dass die Inflation im Gesamtjahr 2026 knapp über zwei Prozent liegen dürfte. Dazu könnte auch die jüngste Mindestlohnerhöhung beitragen, weil Unternehmen höhere Kosten häufig an ihre Kunden weitergeben. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren die Verbraucherpreise wie bereits 2024 um 2,2 Prozent gestiegen.
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