Internationaler Währungsfonds: „Größte Energiekrise der Neuzeit“
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Die Konjunkturindikatoren weisen statt nach oben einmal mehr nach unten. Es geht um das, was die Ökonomen des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington aktuell an Daten zur Konjunktur gesammelt haben. IWF-Chefökonom Pierre-Olivier Gourinchas stellte bei der Frühjahrstagung die neuesten Analysen vor, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.
Im schlechtesten Fall, also etwa bei einer Ausweitung der geopolitischen Streitigkeiten, halten die Experten sogar die „größte Energiekrise der Neuzeit“ sowie eine globale Rezession mit schwerwiegenden Wechselwirkungen rund um den Globus für denkbar.
Keine echte Prognose des Währungsfonds
Da die politische Weltlage unübersichtlich und die Situation im Kriegsgebiet am Golf weiter extrem angespannt ist, legt sich der Währungsfonds in seinem Gutachten nicht wie sonst üblich auf eine Prognose fest, sondern arbeitet mit Szenarien: einem eher hoffnungsvollen, einem „ungünstigen“ und einem „schwerwiegenden“. Selbst im besten der drei Fälle fällt die Wachstumsvorhersage für das laufende Jahr pessimistischer aus als bei der letzten Aktualisierung der Prognosen Mitte Januar. Anders gesagt: Von einer Aufhellung der Konjunktur kann auch bei einer sehr optimistischen Betrachtung keine Rede mehr sein.
Für Deutschland rechnen die Experten in ihrem Basisszenario jetzt mit einem Wachstum von 0,8 Prozent in diesem und 1,2 Prozent im kommenden Jahr. Auch diese beiden Werte wurden im Vergleich zur Januar-Schätzung um jeweils 0,3 Punkte nach unten revidiert. Umgekehrt sieht es bei der Inflationsrate aus, die im laufenden Jahr auf 2,7 Prozent steigen dürfte, bevor sie 2027 wieder auf 2,3 Prozent fallen soll.
Ein Szenario taucht auf: Weltwirtschaftskrise
Vieles spricht dafür, dass selbst diese Vorhersagen noch zu optimistisch sind, denn die Situation in der Krisenregion ist weiter extrem angespannt. Dramatisch und keineswegs völlig abwegig ist das schlechte Szenario, das mit einem Ölpreis von im Schnitt 115 Dollar je Barrel in diesem und 125 Dollar im nächsten Jahr kalkuliert. Die Folge könnte eine Situation sein, die der IWF als „globale Rezession“ bezeichnet.
Es gibt noch ein anderes Wort für diese Situation: Weltwirtschaftskrise.
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