Investoren verlieren das Vertrauen in den Standort Deutschland
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Der Standort Deutschland wird immer unattraktiver für Investoren, wie das Handelsblatt schreibt.
Neue Zahlen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeichnen ein alarmierendes Bild. Der Abfluss von Direktinvestitionen aus der Bundesrepublik hat sich mit hoher Geschwindigkeit fortgesetzt. Im vergangenen Jahr betrug der Abfluss 94 Milliarden Euro – der drittschlechteste Wert seit 1971. International war der Abfluss nur in Japan höher.
„Deutschland verliert im Standortwettbewerb immer mehr an Boden“
Die Gründe erklärt IW-Direktor Michael Hüther: „Bei hohen Kosten, zermürbender Bürokratie und kaputter Infrastruktur überlegen sich ausländische Unternehmen zweimal, bevor sie einen Euro in Deutschland investieren … Deutschland verliert im Standortwettbewerb immer mehr an Boden.“ Finanzminister Christian Lindner (FDP) im Handelsblatt: „Es gibt keinen Mangel an privatem Kapital.“ Trotzdem werde zu wenig in den Standort Deutschland investiert. Die Standortattraktivität sei in der Vergangenheit vernachlässigt worden.

„Es gibt keinen Mangel an privatem Kapital“, ist sich Christian Lindner sicher.
Im internationalen Vergleich fällt Deutschland immer weiter zurück. Die schwach laufenden Investitionen sorgten dafür, dass die deutsche Wirtschaft Ende 2023 geschrumpft ist. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) erwartet in seiner jüngsten Prognose einen deutlichen Investitionsrückgang. Der Grund: Schlechtere Rahmenbedingungen mit hoher wirtschaftlicher Unsicherheit, eingetrübter Unternehmenserwartung und ungünstigen Finanzierungsbedingungen.
SPD-Chef Lars Klingbeil will in Kürze Vorschläge für mehr Wachstum vorlegen. Es gehe um Fachkräfte, Bürokratie, Energiekosten und Investitionen. „Wenn wir all die Probleme lösen, wäre das ein großer Wurf“, sagte er.
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