Studie warnt vor massiver Job-Krise in der Autoindustrie
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Im europäischen Automobilsektor könnten bis 2040 rund 726.000 Arbeitsplätze verschwinden. Das geht aus einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation im Auftrag des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall hervor, über die Politico berichtet.
Deutschland wäre von der Entwicklung laut Studie besonders stark betroffen. Die Wertschöpfung bei der Produktion von Antriebssträngen könnte demnach um 64 Prozent einbrechen. Vor allem die Zulieferindustrie stünde vor massiven Einschnitten: Die Autoren rechnen dort mit einem Verlust von rund 35 Milliarden Euro – das entspräche einem Rückgang von 80 Prozent.
Für ihre Berechnungen untersuchten die Forscher sämtliche Bereiche der Wertschöpfungskette, die an der Herstellung von Fahrzeugantrieben beteiligt sind. In diesem Industriezweig waren im vergangenen Jahr europaweit rund 1,6 Millionen Menschen beschäftigt. Die Wertschöpfung lag bei etwa 250 Milliarden Euro.

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Dauerhaft von Drittstaaten abhängig
Schon bis 2030 könnten laut Studie rund 375.000 Stellen wegfallen. Bis 2035 droht demnach ein Verlust von insgesamt 660.000 Arbeitsplätzen, bis 2040 könnte die Zahl auf 726.000 steigen.
Die Experten warnen, Europa könne ohne Gegenmaßnahmen bei wichtigen Technologien dauerhaft von Drittstaaten abhängig werden.
In Deutschland steht die Branche bereits massiv unter Druck. BMW und Porsche haben Gespräche mit ihren Betriebsräten über weitere Stellenstreichungen angekündigt. Bei Volkswagen könnten in den kommenden Jahren weltweit rund 100.000 Arbeitsplätze wegfallen. In Deutschland plant der Konzern die Schließung von vier Werken.
Der Beschäftigungsabbau läuft bereits. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts arbeiteten im vergangenen Jahr rund 50.000 Menschen weniger in der deutschen Autoindustrie als ein Jahr zuvor. Das entspricht einem Rückgang von 6,3 Prozent. Damit fiel die Zahl der Beschäftigten auf den niedrigsten Stand seit 2011.
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