„Made in Germany – Made by Vielfalt“: So unterstützen Familienunternehmen die Regierung, die sie in den Ruin führt
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Die deutschen Familienunternehmen machen sich Sorgen um den Osten Deutschlands. Darum starten ab diesem Montag mehr als 40 von ihnen eine Plakatkampagne mit dem Titel „Made in Germany – Made by Vielfalt“. Ziel sei es, angesichts der anstehenden Landtagswahlen in drei Bundesländern ein Zeichen zu setzen und zu zeigen, „wie wichtig Vielfalt für den Wirtschaftsstandort Deutschland und auch den Exportschlager Made in Germany ist.“ So schreibt es die Initiative selbst in perfektem Marketing-Sprech auf ihrer Website.
Die Welt am Sonntag sprach von einer „Anti-AfD-Kampagne“. Zwar wird die Partei von der Initiative nicht explizit erwähnt. Der Initiator der Kampagne, Timm Mittelsten Scheid, der als Gesellschafter des Konzerns Vorwerk tätig ist, bezeichnete es jedoch gegenüber der Zeitung mit Blick auf den Osten als „hochgefährlich, was da gerade passiert – zum einen für unsere Demokratie und zum anderen für unseren Wirtschaftsstandort.“ Die Familienunternehmen fürchten, dass sich bei einem guten Abschneiden rechter Parteien ausländische Fachkräfte im Osten nicht mehr wohlfühlen könnten – und so die Produktivität gefährdet wäre.

40 deutsche Unternehmen: in den Farben vereint.
Diversität als ideologisch aufgeladener Kampfbegriff
Die Kampagne ist aber viel mehr als die Warnung vor einer einzelnen Partei. Es handelt sich vielmehr um eine Unterwerfung unter den linksgrünen Zeitgeist, ein Diversity-Bingo, wie es sich eine Abteilung für „Diversity, Equity and Inclusion“ nicht hätte schöner ausdenken können. Davon zeugt schon der Name der Kampagne. „Vielfalt“ bezeichnet längst nicht mehr den Pluralismus, der damit einst gemeint war. Es handelt sich um einen ideologisch aufgeladenen linken Kampfbegriff, der unter dem Banner vielfältiger Identitäten und Hautfarben die Gleichförmigkeit des Denkens garantieren soll: Vielfältig aussehen, einheitlich denken – genau das bedeutet Diversität heute.
Die Initiative lässt auf ihrer Website keines der Schlagwörter aus. So findet sich dort ein Abschnitt zum Thema „Informieren“: „Der Zugang zu Fakten und unabhängigen Quellen wird erschwert durch bewusste Desinformation, vermeintliche Expertinnen und Experten, manipulierte Bilder“. Zum Glück gebe es bereits „viele Initiativen, die Falschmeldungen entlarven und über Methoden der Desinformation aufklären. Vielleicht finden Sie sogar eine Aktionsgruppe bei Ihnen vor Ort.“ Als seriöse Quellen werden die Tagesschau, heute.de sowie RTL, NTV, die BBC und CNN verlinkt. Auch auf die Faktencheck-Website gadmo.de wird verwiesen, an dem wiederum das Medienportal Correctiv beteiligt ist, welches sich unter anderem aus Steuermitteln finanziert und im Januar mit der Geheimplan-Recherche für Aufsehen sorgte, die sich im Nachhinein als weitestgehend substanzlos herausstellte.

Beteiligt sich am Faktencheck-Portal gadmo: das „gemeinwohlorientierte“ Medienhaus Correctiv.
Auf Stellenabbau und Regierungskritik folgt: Gratismut
Dass von den Familienunternehmen als unabhängige Quelle also indirekt ein Medienhaus genannt wird, das von der Ampel-Regierung mitfinanziert wird, steht sinnbildlich für die Verlogenheit der Kampagne. Denn mit dem gesamten Projekt, das sich an der Sprache und dem Denken der Wokeness orientiert, stärken die Unternehmen gerade jenen beiden Parteien den Rücken, die wie niemand sonst den Niedergang der deutschen Wirtschaft zu verantworten haben: Grüne und SPD.
Die beteiligten Unternehmer wissen das selbst. Immer wieder haben sie sich kritisch über die Politik der Ampel zu Wort gemeldet:
- So erklärte Nikolas Stihl vom Kettensägen-Hersteller Stihl, die Produktion in Zukunft wohl ins Ausland verlegen zu wollen: „Es zeigt sich schlicht und einfach, dass sich in den vergangenen Jahren die Rahmenbedingungen in ganz wesentlichen Dingen so verschlechtert haben, dass manche Investition in Deutschland im Vergleich zu anderen Standorten nicht wettbewerbsfähig ist“, sagte Stihl im April der FAZ.
- Im Februar hatte der Waschmaschinen-Hersteller Miele angekündigt, 700 Arbeitsstellen in der Produktion von Deutschland nach Polen zu verlegen. Als Grund nannte das Unternehmen unter anderem die „drastischen Preissteigerungen auf der Kostenseite“.
- Das Fahrzeugbau-Unternehmen Krone schickte ebenfalls im Februar 400 Mitarbeiter in der Produktion für ein halbes Jahr in Kurzarbeit, wegen der wirtschaftliche Unsicherheit und der gestiegenen Kosten für Energie.
- Im selben Monat beklagte sich auch Matthias Lapp vom Kabelspezialisten Lapp in der FAZ über bürokratische Hürden, überbordende Regulierung, hohe Abgaben und Energiepreise. Drei Jahre zuvor hatte sein Unternehmen mit den Planungen zu einem Logistikzentrum in Ludwigsburg begonnen – genehmigt war noch immer nichts: „Wegen der Rahmenbedingungen wird dieses Projekt das vorerst letzte Projekt von uns in Deutschland sein – da sind wir uns in der Familie einig.“
- Im Januar warnte Stefan Dräger, Vorstandschef des Medizin- und Sicherheitstechnik-Herstellers Dräger, in der Welt vor geplanten EU-Vorschriften für PFAS-Chemikalien: „Wenn das so kommt, dann können wir zuschließen“, erklärte Dräger und wies auch darauf hin, dass der Plan der EU auch vom deutschen Umweltbundesamt vorangetrieben worden sei – das dem grünen Umweltministerium unterstellt ist.

Die Firma Lapp aus Stuttgart stellt Kabel her.
Einst Qualitätssiegel, heute Zeichen für Zeitgeist-Opportunismus
In Deutschland, das wird an den Aussagen deutlich, lässt sich immer schwerer profitabel produzieren. Die Gründe liegen auf der Hand: eine selbstzerstörerische Energie-Politik, die einseitig auf die Förderung von erneuerbaren Energien setzte, während preiswerte und verlässliche Energiequellen wie Atomkraft aufgegeben wurden. Eine Migrationspolitik, die den Sozialstaat belastet, ohne insgesamt einen Mehrwert für den Arbeitsmarkt darzustellen. Ein Verwaltungsapparat, der verhindert, anstatt zu ermöglichen.

Die Aufschrift „Made in Germany“ (hier auf einem Satellitenempfänger) war einst Siegel für deutsche Qualitätsware.
Dennoch unterstützen ebenjene Familienunternehmer, die unter der Wirtschaftspolitik der Ampel massiv leiden, mit ihrer Initiative den Kampf gegen eine vermeintliche Gefahr von rechts, die klar zu benennen die Unternehmer nicht einmal den Mut aufbringen. „Made in Germany“, das war lange Zeit ein Siegel für höchste Qualität. Die deutschen Familienunternehmen müssen aufpassen, dass es sich nicht in ein Zeichen des Zeitgeist-Opportunismus verwandelt.
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