Markenrechte versteigert: Kommt Air Berlin jetzt zurück?
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Es wäre das Comeback des Jahres!
Diese Meldung lässt die Schokoherzen vieler Air-Berlin-Fans höher schlagen. Denn der Gründer der deutschen Fluggesellschaft Sundair, Marcos Rossello hat sich die Markenrechte an Air Berlin gesichert. Das berichtet das Online-Portal Aerotelegraph.
Die 1978 gegründete Air Berlin war 2017 pleite gegangen. Ende Oktober des selben Jahres fand der letzte Linienflug von München nach Berlin statt. Knapp 8000 Mitarbeiter verloren durch die Air-Berlin-Pleite ihren Job. Jetzt wurden im Rahmen des Insolvenzverfahrens die Markenrechte für über 120.000 Euro an Rossellos Firma „Air41“ versteigert.

Ein Flugzeug des Typen Dash 8-Q 400 der insolventen Fluglinie Air Berlin wird 2017 am Flughafen Berlin-Tegel eingewiesen.
Ein cleverer Schachzug, erklärt Marken-Experte Oliver Errichiello gegenüber NIUS. „Der Ruf von Air Berlin war trotz Pleite nie schlecht. Man erinnert sich zum Beispiel zurück an die Flugbegleiterinnen mit roten Handschuhen und an die Schokoherzen“, sagt er. Bei einer möglichen Neubelebung der Marke müssten diese Aspekte zeitgemäß aufgegriffen werden.
Der Insolvenzverwalter hatte auf deutlich mehr Geld für die Markenrechte gehofft. „Teilweise wird für tote Marken viel Geld bezahlt. Denn eine Marke ist ein Speicherplatz in den Köpfen der Menschen. Wir verbinden damit Erfahrungswerte und Gewohnheitsmuster“, sagt der Marken-Experte.

Crewmitglieder halten vor dem letzten Flug von Air Berlin am 27.10.2017 auf dem Vorfeld vom Flughafen in München (Bayern) Lebkuchenherzen mit der Aufschrift „Last Flight 27.10.2017“ in den Händen.
3000 Werbebotschaften am Tag
Gerade in diesen Zeiten sei eine Marke wie Air Berlin Gold wert. Denn pro Tag werden Menschen im Schnitt mit 3000 Werbebotschaften konfrontiert. Daher ist es in diesen Zeiten schwieriger eine Marke zu etablieren. Um eine Marke populär zu machen, in die Menschen vertrauen, brauche es Zeit, so Errichiello. Gerade beim Fliegen spiele Vertrauen eine große Rolle.

Ein Airbus A320 der Fluggesellschaft Sundair steht auf dem Vorfeld am Kassel Airport.
Ob Air Berlin jetzt tatsächlich wieder abhebt, ist jedoch unklar. Konkrete Pläne für ein Air-Berlin-Comeback sind aktuell nicht bekannt. Aber der Sundair-Gründer teilte dem Portal Aerotelegraph mit, dass er bereits einige Ideen habe. So viel ist bereits jetzt schon klar: Sundair soll wohl nicht umbenannt werden.
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