Miese Wirtschaftsstimmung in der Eurozone: Deutschland ist Schlusslicht
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- Das Geschäftsklima in der Eurozone ist so schlecht, wie seit 2020 nicht mehr.
- Zwar erholte sich Deutschland leicht, doch Grund zur Entwarnung geben Experten nicht.
- Im internationalen Vergleich bleibt Deutschland der einzige G7-Staat, in dem die Wirtschaft schrumpft.
Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone ist schlecht. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) fiel im Oktober auf 93,3 Punkte. Das sind im Vergleich zum September 0,1 Punkte weniger. Dies markiert den niedrigsten Stand seit fast drei Jahren. Das teilte die Europäische Kommission am Montag in Brüssel mit. Dabei handelt es sich um den sechsten Absturz in Folge.
Analysten hatten mit einem noch stärkeren Rückgang auf 93,0 Punkte gerechnet. In der Industrie, im Einzelhandel und bei den Verbrauchern trübte sich die Stimmung wie erwartet. Verbessert hat sie sich im Dienstleistungssektor und ein wenig in der Bauwirtschaft.
In Deutschland misst der ifo-Geschäftsklimaindex die aktuelle Stimmungslage in der Wirtschaft. Hierfür werden monatlich rund 9.000 Unternehmen zur gegenwärtigen Lage und zu ihrer Erwartungshaltung für die nächsten sechs Monate befragt. Dabei zeigten sich die Volkswirte für den Oktober zunächst positiv überrascht. Demnach hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft verbessert.

Ifo-Präsident Fuest sieht in der aktuellen Entwicklung leichte Erholung. Entwarnung heißt das jedoch nicht.
Leicht verbessert – was noch lange nicht gut bedeutet
Der Geschäftsklimaindex stieg von 85,8 Punkten im September auf 86,9 Punkte im Oktober. „Die deutsche Wirtschaft sieht einen Silberstreif am Horizont", so ifo-Präsident Clemens Fuest dazu. Laut Umfrage des ifo zeigten sich die Unternehmen ein wenig zufriedener mit den laufenden Geschäften. Die Manager waren zudem weniger pessimistisch für die kommenden Monate.
Danach hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im Oktober verbessert. Der Geschäftsklimaindex stieg von 85,8 Punkten im September auf 86,9 Punkte im Oktober. Die Experten hatten nur einen leichten Anstieg auf 86,0 Zähler erwartet. "Die deutsche Wirtschaft sieht einen Silberstreif am Horizont", so ifo-Präsident Clemens Fuest dazu. Laut Umfrage des ifo zeigten sich die Unternehmen etwas zufriedener mit den laufenden Geschäften.
Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, sieht die aktuelle Lage weiterhin angespannt. „Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer ist derzeit weder Fisch noch Fleisch", sagte er gegenüber der Tagesschau. So befindet sich die deutsche Wirtschaft seit rund zwei Jahren zwischen magerem Wachstum und Rezession.

Der IWF korrigierte für Deutschland seine Prognose nach unten.
Deutschland bleibt der einzige G7-Staat mit einem negativen Wachstum
Diese Einschätzungen teilen viele Experten. So geht die Deutsche Bundesbank davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im letzten Quartal gesunken ist. Damit droht Deutschland erneut eine technische Rezession. Dies tritt ein, wenn die Wirtschaft in zwei aufeinander folgenden Quartalen im Vergleich zum Vorjahr schrumpft.
Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht Deutschland Ökonomie als angeschlagen. Laut Experten soll die Wirtschaft um 0,5 Prozentpunkte schrumpfen. Damit hat der IWF seine Prognose erneut nach unten korrigiert. Im Juli gingen die Ökonomen noch von einem Rückgang von "nur" 0,3 Prozent aus.
So oder so: Damit wäre Deutschland weiterhin der einzige G7-Staat, der sich in einer Wirtschaftskrise befindet.
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