Müller schließt Landliebe-Werke: 400 Mitarbeiter betroffen
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Der Molkereikonzern Müller hat angekündigt, bis zum Sommer 2026 zwei seiner Landliebe-Werke in Baden-Württemberg zu schließen. Davon sind 400 Mitarbeiter direkt betroffen.
Diese Entscheidung folgt der Übernahme der Werke Heilbronn und Schefflenz im Jahr 2023. Die Werke waren Teil des Erwerbs des deutschen Molkereiproduktgeschäfts und der Marke Landliebe von FrieslandCampina. Eine Schließung der Milchwerke in Köln, die ebenfalls Teil dieses Pakets waren, wurde bereits im Vorjahr verkündet.
Müller nennt untragbar hohe Produktionskosten und signifikanten Investitionsbedarf, insbesondere am Standort Heilbronn, als Hauptgründe für diese Maßnahme. Die Fertigung von Joghurt, Desserts und weiteren Molkereiprodukten wird von den betroffenen Werken zu anderen Standorten der Müller-Gruppe verlegt.

Unter der Marke „Landliebe“ wird ein breites Sortiment an Milchprodukten vertrieben.
Cornelia Heiser, die für das Landliebe-Geschäft bei Müller zuständig ist, erklärte, dass eine detaillierte wirtschaftliche Analyse keine Zukunftsperspektive für die beiden Produktionsstätten ergeben habe, um aus ihren finanziellen Defiziten einen profitablen Betrieb zu machen. Sie gab zu, dass die Ankündigung der Schließungen bei den Mitarbeitern Bestürzung auslösen werde. Die Unternehmensleitung plant, unverzüglich Verhandlungen mit dem Betriebsrat zu beginnen, um sozialverträgliche Lösungen für die betroffenen Angestellten zu finden.
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