Nach 117 Jahren Geschichte: Berliner Traditionsmöbelhaus Hübner schließt
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Das traditionsreiche Berliner Einrichtungshaus Möbel Hübner stellt seinen Betrieb ein. Nach 117 Jahren schließt das 14-stöckige Möbelhaus in der Genthiner Straße in Berlin-Tiergarten dauerhaft. Kundinnen und Kunden wurden per Flyer über die Geschäftsaufgabe informiert. „Eine Ära geht zu Ende“, heißt es auf dem Flyer.
Ein Räumungsverkauf beginnt am Samstag, dem 27. Dezember, berichtet die Berliner Morgenpost.
Geschäftsführer Albert Türklitz nennt in der Mitteilung „persönliche Gründe“ für die Schließung. Im Fachmagazin Inside Küche wird zudem auf mehrere Belastungsfaktoren verwiesen, darunter die anhaltend schwierige Konjunktur, ein schwacher Geschäftsverlauf sowie Fachkräftemangel. Türklitz betont, dass die Abwicklung geordnet erfolge. Alle bestehenden Verträge würden vollständig erfüllt, sämtliche Verpflichtungen eingehalten.
Im Zuge der Schließung wird der gesamte Warenbestand abverkauft. Dazu zählen Markenmöbel, Musterküchen, Teppiche, Leuchten, Bilder sowie Boutiqueartikel. Laut Ankündigung werden Preisnachlässe von bis zu 50 Prozent gewährt.
Das Gebäude befindet sich im Eigentum der Familie Türklitz und soll künftig anders genutzt werden. Ob ein Verkauf oder eine Vermietung vorgesehen ist, wurde nicht mitgeteilt. Aufgrund der zentralen Lage nahe Wittenbergplatz, Kurfürstenstraße und Tiergarten gilt die Immobilie als wirtschaftlich attraktiv.

Fotos aus besseren Zeiten: Achim Türklitz, damaliger Geschäftsführer der Möbel Hübner Einrichtungshaus GmbH, Berlin, am 23.05.2006. Im Hintergrund: Albert Türklitz.
„Ausdruck des hart umkämpften Möbelhandels“
Zuletzt hatte das Unternehmen 2019 umfangreich in den Standort investiert. Die 14 Etagen wurden modernisiert, zudem wurde ein Restaurant im Erdgeschoss eröffnet. Ziel war es, sich in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt zu behaupten. Dieses Konzept konnte die strukturellen Marktprobleme nicht dauerhaft ausgleichen.
Der Handelsverband Berlin-Brandenburg reagierte mit Bedauern auf die Schließung. Hauptgeschäftsführer Nils Busch-Petersen erklärte auf Anfrage der Morgenpost: „Die Schließung ist Ausdruck des hart umkämpften Möbelhandels. Der Handelsverband bedauert das Ausscheiden eines so fantastischen Familienunternehmens, das immer zu den Innovatoren gehört hat.“
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