NZZ-Redakteur Kissler über Insolvenzwelle: „Die deutsche Wirtschaft ist ein kranker Mann“
Ein Beitrag von
Die deutsche Wirtschaft schwächelt, die Insolvenzzahlen sind so hoch wie seit 2016 nicht mehr. Besserung ist kaum in Sicht.
Im Nachrichten-Talk „Stimmt!“ analysiert NZZ-Redakteur Alexander Kissler: „Deutschland ist von der Lokomotive Europas zum Bremsklotz geworden.“ Allein in den vergangenen sechs Monaten verzeichnete die Wirtschaftsauskunftei Creditreform 11.000 Unternehmensinsolvenzen. Das heißt: alle 24 Minuten macht eine Firma dicht.
Besonders das Dienstleistungsgewerbe ist betroffen, insgesamt leiden jedoch alle Wirtschaftsbereiche unter der aktuellen Ampel-Politik. Creditreform schätzt den Schaden auf 19 Milliarden Euro. 133.000 weitere Arbeitsplätze sind gefährdet.
„Explosive Mischung“
Es habe sich eine antikapitalistische Attitüde bereitgemacht, stellt Alexander Kissler fest: „Wer Geld verdient, muss sich in Deutschland rechtfertigen.“ Neben den noch immer nachwirkenden Schäden der Corona-Maßnahmen und hohen Energiepreisen spiele auch das nahende Rentenalter der Babyboomer eine Rolle, erklärt der Autor Klaus-Rüdiger Mai im Stimmt-Talk. „Das ist eine explosive Mischung“.
Hoffnung auf Besserung hat Kissler nur, sofern „eine kompetente Regierung“ das Ruder übernimmt. Bis dahin attestiert er: „Die deutsche Wirtschaft ist ein kranker Mann, steht sogar kurz davor, auf die Intensivstation eingeliefert zu werden“.
Die ganze Folge „Stimmt!“:
Mehr NIUS:
Mercedes-Aufsichtsratsvorsitzender Brudermüller: „Die Situation in Deutschland ist viel ernster, als die meisten denken“
Bier seit 1627: Braunschweiger Traditionsbrauerei Wolters stellt Insolvenzantrag
Deutsche sparen vor allem bei Kleidung und Restaurantbesuchen
VW zieht Stellen-Kahlschlag durch: 50.000 Jobs sollen weg
Kredit-Poker: 12.000 Galeria-Mitarbeiter bangen um ihre Jobs
Wer einen limitierten Ferrari will, muss zuerst das E-Auto kaufen
Cyberangriff auf dänischen Pharmakonzern! Erpresser verlangen 25 Millionen US-Dollar
Immer teurer: Für viele stirbt der Traum vom Eigenheim
Mehr NIUS:
VW zieht Stellen-Kahlschlag durch: 50.000 Jobs sollen weg
Kredit-Poker: 12.000 Galeria-Mitarbeiter bangen um ihre Jobs
Wer einen limitierten Ferrari will, muss zuerst das E-Auto kaufen
Cyberangriff auf dänischen Pharmakonzern! Erpresser verlangen 25 Millionen US-Dollar
Immer teurer: Für viele stirbt der Traum vom Eigenheim
Wird Werbung für Fleischprodukte bald verboten?
SpaceX ist fast so viel wert wie der gesamte DAX
Wirtschaftsrat-Boss warnt: Bundesregierung droht auf dem harten Eis der neuen Zeit auszurutschen
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare