OECD-Studie enthüllt: Corona-Schulschließungen kosten fast eine Billion Euro!
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Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) warnt vor den langfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Schulschließungen.
Laut einer aktuellen Studie der OECD könnten die Lockdowns der globalen Wirtschaft fast eine Billion Euro entziehen und das Wachstum weltweit für Jahrzehnte behindern. Grund dafür ist der langfristige Einfluss der Schulschließungen auf junge Menschen.
Die Schulschließungen haben einen nachhaltigen Einfluss auf junge Menschen, insbesondere auf ihre grundlegenden Lese- und Schreibfähigkeiten, aber auch im Bereich der Mathematik. Der Rückgang dieser Fähigkeiten bei 15-Jährigen seit 2018 könnte das Verdienstpotenzial einer ganzen Generation von Schulabgängern für den Großteil ihres Arbeitslebens beeinträchtigen, so die OECD. Dieser negative Effekt könnte das Produktivitätsniveau für die nächsten 30 bis 40 Jahre beeinflussen.

Schätzungen zum Wohlstandsverlust durch Bildungsdefizite gehen in die Billionen
In allen G20-Staaten wurden in der Corona-Zeit, die Schulen geschlossen. Vergleicht man die Dauer der Schulschließungen, dann stellt man fest, dass diese in Deutschland unterdurchschnittlicher Länge gewesen sind. Doch die Defizite in der PISA-Studie sind nichtsdestotrotz offensichtlich. Für Deutschland kommt noch dazu, dass bereits seit einer längeren Zeit die Bildungsergebnisse schlechter werden.

Deutsche PISA-Ergebnisse
Die Schätzungen der OECD deuten darauf hin, dass die Bildungslücken in Folge der Schulschließungen eine Verringerung der Wertschöpfung der G20 Länder um mindestens 1 Prozent zur Folge haben könnte, wenn diese Schüler im Arbeitsleben stehen.
Mit einem geschätzten Gesamtvolumen der globalen Wirtschaft von 105 Billionen US-Dollar im Jahr 2023 bedeutet dies, dass die Schulschließungen in den Corona-Jahren die Weltwirtschaft bis zu einer Billion Euro kosten könnte. Auch die Weltbank hat in der Vergangenheit davor gewarnt, dass die heutigen Schüler aufgrund der Lockdown-bedingten Bildungsschocks bis zu 10 Prozent ihrer zukünftigen Einkommen verlieren könnten.
Bildung ist der Schlüssel zu Wohlstand
Die Warnung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, da die OECD die Regierungen generell auffordert, verstärkt in die Ausbildungsqualität zu investieren und Bildungsbeteiligung zu fördern. Denn Produktivitätswachstum ist entscheidend für steigende Lebensstandards, und Investitionen in Bildung sind ein wesentlicher Bestandteil davon.

Die Bildungsarmut in Deutschland nimmt zu, die Qualität des Unterrichts nimmt ab.
Eine geringere Arbeitskräftequalifikation führt zu geringerer Produktivität. Sind Arbeitskräfte hingegen gut ausgebildet, führt dies zu einer Steigerung der Gesamtproduktivität einer Gesellschaft und damit zu höherem Wohlstand.
Auch das Niveau von Innovationen und technologischem Fortschritt wird entscheidend durch das Bildungsniveau beeinflusst. Hoch qualifizierte Personen sind eher in der Lage, neue Ideen zu entwickeln, Forschung voranzutreiben und innovative Lösungen für wirtschaftliche Herausforderungen zu finden. Leben und arbeiten in einem Wirtschaftsraum mehr hoch qualifizierte Menschen, dann trägt das dazu bei, dass die Wirtschaft wettbewerbsfähig wird und stärker wächst.
Typischerweise ist eine gut ausgebildete Bevölkerung in der Regel auch anpassungsfähiger und widerstandsfähiger gegenüber wirtschaftlichen Veränderungen und Krisen. Damit kann sich eine Wirtschaft flexibler und schneller von wirtschaftlichen Rückschlägen erholen.
Nicht zuletzt trägt eine gute Bildung auch zu einer positiven sozialen Entwicklung einer Gesellschaft bei. Gut ausgebildete Bürger sind in der Regel besser informiert, engagierter in politischen Prozessen und tragen dazu bei, eine stabile und gerechte Gesellschaftsstruktur aufrechtzuerhalten. Eine stabile Gesellschaft fördert wiederum ein günstiges wirtschaftliches Umfeld für Investitionen und Wachstum.
Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Politik dürften wir also über die nächsten Jahrzehnte weiter spüren.
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