Pipeline aus Rostock hat ein Leck: Zehn Meter hohe Erdöl-Fontäne in der Uckermark!
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Bei Leitungsarbeiten in Gramzow/Zehnebeck (Uckermark) kam es am Mittwochnachmittag zu einem Unglück. Seitdem schießt Erdöl in einer rund zehn Meter hohen Fontäne aus der Pipeline.
Die Leitung verbindet Rostock mit der Erdölraffinerie in Schwedt (Oder). Diese Leitung versorgt die Kraftstoff-Produktion mit Rohstoffen, nachdem die Druschba-Pipeline aus Sibirien im Zuge des Erdöl-Embargos gegen Russland abgeschaltet worden ist, berichtet die Märkische Oderzeitung. Laut einer Unternehmenssprecherin laufen seitdem rund 70 Prozent der Ressourcen durch die Leitung von und nach Rostock.

Die dunkle Öl-Fontäne wird von den Einsatzkräften aus der Distanz beobachtet.
Drei Arbeiter von Öl benetzt
Bei der Havarie sollen drei Arbeiter mit Rohöl benetzt worden sein. Ob sie auch verletzt sind, ist aktuell unklar. Die Werkfeuerwehr der Raffinerie sowie örtliche Feuerwehren und der Gefahrstoffzug Uckermark sind im Einsatz. „Oberste Priorität hat die Sicherheit aller Beteiligten sowie der Schutz der Umwelt. Alle zuständigen Behörden sind informiert“, sagte eine Sprecherin der Raffinerie.

Mehrere Feuerwehren sind vor Ort, haben die Einsatzstelle ausgeleuchtet.
Leitungsdruck von 20 bar
Die Märkische Oderzeitung berichtet, dass in der Leitung üblicherweise ein Druck von 20 bar herrsche. Einsatzkräfte vor Ort schätzen, dass pro Minute rund 500 Liter Rohöl austreten. Der Druck lasse jedoch inzwischen nach, heißt es. Die Einsatzkräfte fokussieren sich auch auf den Schutz der Gewässer in der Umgebung und legten erste Ölsperren aus. Das Ausmaß des Schadens ist aktuell nicht abschätzbar.
Umweltministerin Hanka Mittelstädt kündigte an, sich am Donnerstag vor Ort ein Bild über das Ausmaß der Schäden machen zu wollen.
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