Porsche SE erwägt Einstieg in die Rüstung
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Nach Aussage von Vorstandschef Hans Dieter Pötsch, der auch den Aufsichtsrat des VW-Konzerns führt, prüft die Porsche SE derzeit die Möglichkeit einer dritten Kernbeteiligung neben Volkswagen und Porsche. Ein Fokus könnte dabei auf dem Verteidigungssektor liegen.

Hans Dieter Pötsch, Vorstandsvorsitzender der Porsche SE
Zwei Milliarden Euro stehen zur Verfügung
Ein konkretes Zielunternehmen gibt es noch nicht. Die Porsche SE verfügt über eine Bruttoliquidität von etwa zwei Milliarden Euro, sagte Pötsch, was die Handlungsfähigkeit des Unternehmens zeigt. Aufsichtsrat Pötsch betonte: Die Führung wolle das Beteiligungsmanagement der Gesellschaft „weiterentwickeln, diversifizieren und strategisch positionieren“. Er persönlich schätze, dass „effektive Verteidigungsmöglichkeiten ein wichtiges Instrument“ seien zur „Verteidigung unserer Werte“. Er sehe daher keine „moralischen Einwände“ gegen ein finanzielles oder strategisches Engagement in dem Bereich.

Demnächst mit Porsche Logo? Eine Vector Aufklärungsdrohne der Münchner Firma Quantum Systems auf der Düsseldorfer Exponential-Messe Anfang 2025.
150 Kilogramm schwere Drohne
2024 hatte die Porsche SE einen zweistelligen Millionenbetrag in Quantum Systems investiert. Das Unternehmen aus Gilching bei München gilt als führender Hersteller von kompakten Drohnen für sensorgestützte Datenerfassung. Außerdem hat Quantum Systems kürzlich einen möglichen Zukauf eines europäischen Drohnenherstellers angekündigt und will eine eigene 150 Kilogramm schwere Aufklärungsdrohne entwickeln.

Letztes Jahr hatte die Porsche SE einen zweistelligen Millionenbetrag in die Münchner Firma Quantum Systems investiert.
SE-Beteiligungsvorstand Meschke sagte: Das Beispiel Quantum-Systems zeige, dass die Porsche SE keine Berührungsängste gegenüber Investitionen in den Rüstungsbereich habe.
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