Ricarda Lang spricht es offen aus: Der grüne DDR-Sound für unsere Wirtschaft
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Wenn die Spitzen der Grünen Partei über Wirtschaft sprechen, machen sie keinen Hehl daraus, dass sie selbige komplett umkrempeln wollen: weg vom Wettbewerb der besten Ideen, weg von Leistung, die sich lohnt, hin zu einer Welt, in der das grüne Weltbild den Plan vorgibt, dem die Wirtschaft zu folgen hat.
Ganz offen spricht Grünen-Chefin Ricarda Lang nun über ihr Bild einer Traum-Wirtschaft mit echten DDR-Vibes!
Ein Unternehmen brauche mehr als eine gute Idee, sagt die Wirtschafts-Expertin der Grünen: „Die Logik, dass ein Unternehmen einem Zweck zusteht, die Logik, dass in einem Unternehmen nicht nur ein einzelner Profit erwirtschaftet, sondern dass es unglaublich viele Menschen gemeinsam tun, die dann auch gemeinsam Verantwortung übernehmen“, sagte sie bei der Konferenz für Verantwortungseigentum.
Von klimaneutralen Märkten und ökologischer Planwirtschaft
„Die Wirtschaft dient den Menschen und nicht der Mensch dient der Wirtschaft“, sagt ausgerechnet die Frau, die noch nie irgendwem mit ihrer Arbeit gedient hat. Unternehmen sollten „ökologische Innovationen auf den Weg zu bringen“, dieser Zweck solle „im Zentrum unseres Wirtschaftssystems“ sein, sagt sie weiter.
Deutschland müsse verstehen, „dass die Märkte der Zukunft klimaneutral sind“, sagt sie. Und weiter: „Nur dann werden wir uns im internationalen Systemwettbewerb mit einem Silicon Valley-Turbokapitalismus und aber auch einem chinesischen Staats-Kapitalismus durchsetzen können, nur dann werden wir global andere Standards setzen können, für eine soziale Wirtschaft, für eine ökologische Wirtschaft.“
Das letzte Mal, als Politiker in Deutschland Unternehmen vorschreiben wollten, wie sie zu arbeiten und welchem Zweck sie zu dienen haben, standen Menschen für ihr Essen Schlange und warteten Jahrzehnte lang auf ein Auto. Ihren Traum von einer (ökologischen) Planwirtschaft verpackt Lang aber in dem schicken Wort „Verantwortungseigentum“.

Lang bei der Konferenz für Verantwortungseigentum
„Es ist die Idee von Unternehmen, die nicht als Spekulationsobjekt dienen, deren Besitzer ihre Anteile nicht verjubeln, um ein Luxus-Leben zu führen, die im Besitz von Menschen sind, die langfristig mit den Unternehmen verbunden sind und das auch bleiben wollen.“
Dass es das in Form des klassischen deutschen mittelständischen Familienunternehmens zu Zehntausenden, seit Jahrzehnten erfolgreichen Fällen längst gibt, weiß die grüne Wirtschaftsexpertin offenbar nicht. Auch, dass „unglaublich viele gemeinsam Profit machen“, gibt es bereits – nennt sich Aktien.
Trotzdem will die Ampel für ein solches „Verantwortungsvermögen“ eine neue Gesellschaftsform schaffen, so steht es im Koalitionsvertrag: „Zu einer modernen Unternehmenskultur gehören auch Gesellschaften mit gebundenem Vermögen, (...) für die wir eine neue geeignete Rechtsgrundlage schaffen wollen.“ Die „Stiftung Verantwortungseigentum“, auf deren Veranstaltung Lang sprach, macht seit Jahren Druck.
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