Segel-Sensation – Frachtschiffe mit Windturbinen
Ein Beitrag von
Es klingt wie eine Nachricht aus längst vergangenen Zeiten. Als das Frachtschiff „Pyxis Ocean“ in die See stach, staunten die Zuschauer nicht schlecht. Zwei große, sich dem Wind anpassende Stehlen sind im Vorderbereich des Frachters angebracht. Hierbei handelt es sich um moderne Segel!
Wo es zu Zeiten Kolumbus oder Alexander von Humboldt es noch Manneskraft benötigte, um die schweren Segeln dem Wind entsprechend anzupassen, hilft bei „Pyxis Ocean“ modernste Technik.
Hinter dieser Technologie steckt laut BBC das Unternehmen BAR. Der Chef der Firma heißt John Cooper, der 14-Jahre lang beim Formel-Eins-Rennstall McLaren beschäftigt war. Für ihn sind die Segel der Wendepunkt in der Schifffahrsindustrie. In zwei Jahren, so Coopers Vision, werden 50 Prozent aller neugebauten Frachter mit diesen modernen Segeln ausgestattet sein.

Mit den Segeln zu Zeiten von Kolumbus hat die moderne Technologie wenig zu tun
Größter Vorteil ist das Einsparen von Treibstoff: Pro einzelnem Segel können laut dem Unernehmen 1,5 Tonnen Schweröl eingespart werden. Eine Tonne des Treibstoffes kostet aktuell mehr als 400 Euro. Auch CO2 kann hierbei reduziert werden werden. Die Rede ist von 30 Prozent. Es könnten aber noch mehr werden, wenn die Technik sich noch weiterentwickelt.
Die modernen Segel sind in der aktuellen Version knapp 40 Meter groß. Sie werden, genau wie herkömliche Windkraftanlagen, aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) hergestellt. Aufgrund der massiven Höhe der Anlagen können diese beim Einfahren in den Hafen eingeklappt werden.

Das Material für die Segelturbinen ist das gleiche, aus dem auch die Windkraftanlagen bestehen
Auch andere Firmen befinden sich bereits in der Entwicklung dieser erfolgsversprechenden Forschung. Die französische Firma TOWT rechnet ab 2025 mit insgesamt zwei Schiffen, die von der Hafenstadt Le Havre aus starten sollen. Dadurch sollen 9.600 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart werden.
Lesen Sie auch: Neuer Trend: Auch Tui setzt jetzt auf Nachtzüge
Mehr NIUS:
Mercedes-Aufsichtsratsvorsitzender Brudermüller: „Die Situation in Deutschland ist viel ernster, als die meisten denken“
Bier seit 1627: Braunschweiger Traditionsbrauerei Wolters stellt Insolvenzantrag
Deutsche sparen vor allem bei Kleidung und Restaurantbesuchen
VW zieht Stellen-Kahlschlag durch: 50.000 Jobs sollen weg
Kredit-Poker: 12.000 Galeria-Mitarbeiter bangen um ihre Jobs
Wer einen limitierten Ferrari will, muss zuerst das E-Auto kaufen
Cyberangriff auf dänischen Pharmakonzern! Erpresser verlangen 25 Millionen US-Dollar
Immer teurer: Für viele stirbt der Traum vom Eigenheim
Mehr NIUS:
VW zieht Stellen-Kahlschlag durch: 50.000 Jobs sollen weg
Kredit-Poker: 12.000 Galeria-Mitarbeiter bangen um ihre Jobs
Wer einen limitierten Ferrari will, muss zuerst das E-Auto kaufen
Cyberangriff auf dänischen Pharmakonzern! Erpresser verlangen 25 Millionen US-Dollar
Immer teurer: Für viele stirbt der Traum vom Eigenheim
Wird Werbung für Fleischprodukte bald verboten?
SpaceX ist fast so viel wert wie der gesamte DAX
Wirtschaftsrat-Boss warnt: Bundesregierung droht auf dem harten Eis der neuen Zeit auszurutschen
Julian M. Plutz
Artikel teilen
Kommentare