Sensation auf dem Gesundheitsmarkt: Bald gibt es Medikamente in der Drogerie
Ein Beitrag von
Rezeptfreie Medikamente erzielen in Deutschland einen Umsatz von jährlich rund 14 Milliarden Euro, hat das Marktforschungsinstitut Datamed IQ errechnet. Die wurden bisher weitgehend beim Verkauf in Apotheken erzielt. Das soll sich bald ändern, wie das Handelsblatt berichtet.
Die Drogeriekette dm will mit dem Versand rezeptfreier Medikamente aus dem benachbarten Tschechien starten. „Wir sind zuversichtlich, noch in diesem Jahr an den Start gehen zu können“, sagt Sebastian Bayer, Geschäftsführer Marketing des Unternehmens.
Auch Konkurrenten von dm sind an dem Markt interessiert, Rossmann und Lidl wollen offenbar in dieses neue Geschäft einsteigen. Marktexperten trauen dm schon im nächsten Jahr eine Position unter den Top-Ten-Anbietern des Marktes zu, allerdings noch mit Abstand zu den Marktführern Shop Apotheke und Doc Morris. Das Wachstum dürfte zulasten der Vor-Ort-Apotheken gehen.
Lidl könnte 100 Millionen Kunden nutzen
Der Markt für rezeptfreie Medikamente ist riesig – und hart umkämpft. Er verteilt sich auf 16.800 stationäre Apotheken und zahlreiche Online-Apotheken, darunter ausländische Versender wie Shop Apotheke und Doc Morris, aber auch etwa 150 Webshops von Einzelapotheken. Experten wundert es daher nicht, dass große Einzelhändler über einen Einstieg in diesen Markt nachdenken.
Für Lidl ist das Thema Apotheke nicht neu. Schon vor 15 Jahren hatte der Discounter eine Zusammenarbeit mit der Versandapotheke Apo-Discounter getestet. Nun könnte der Händler einen neuen Versuch in dem Markt starten. Größter Vorteil von Lidl ist die große Kundenbasis. So könnte der Discounter die Online-Apotheke an seine App Lidl Plus anbinden, die europaweit mehr als 100 Millionen Kunden nutzen.
Wie auch immer das neue Geschäftsmodell funktionieren wird – für den Verbraucher wird es auf jeden Fall ein Gewinn sein.
Mehr NIUS:
Mercedes-Aufsichtsratsvorsitzender Brudermüller: „Die Situation in Deutschland ist viel ernster, als die meisten denken“
Bier seit 1627: Braunschweiger Traditionsbrauerei Wolters stellt Insolvenzantrag
Deutsche sparen vor allem bei Kleidung und Restaurantbesuchen
VW zieht Stellen-Kahlschlag durch: 50.000 Jobs sollen weg
Kredit-Poker: 12.000 Galeria-Mitarbeiter bangen um ihre Jobs
Wer einen limitierten Ferrari will, muss zuerst das E-Auto kaufen
Cyberangriff auf dänischen Pharmakonzern! Erpresser verlangen 25 Millionen US-Dollar
Immer teurer: Für viele stirbt der Traum vom Eigenheim
Mehr NIUS:
VW zieht Stellen-Kahlschlag durch: 50.000 Jobs sollen weg
Kredit-Poker: 12.000 Galeria-Mitarbeiter bangen um ihre Jobs
Wer einen limitierten Ferrari will, muss zuerst das E-Auto kaufen
Cyberangriff auf dänischen Pharmakonzern! Erpresser verlangen 25 Millionen US-Dollar
Immer teurer: Für viele stirbt der Traum vom Eigenheim
Wird Werbung für Fleischprodukte bald verboten?
SpaceX ist fast so viel wert wie der gesamte DAX
Wirtschaftsrat-Boss warnt: Bundesregierung droht auf dem harten Eis der neuen Zeit auszurutschen
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare