Das traurige Ende eines Kindertraums: Spielzeughersteller Rolly Toys insolvent
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Auch wenn Ihnen der Name dieses Unternehmens nicht sofort etwas sagt: In deutschen Vorgärten haben diese Spielzeuge ihren Stammplatz – Trettraktoren und Kinder-Go-Karts des fränkischen Spielzeugherstellers Rolly Toys. Jetzt hat das Unternehmen Insolvenz in Eigenverantwortung angemeldet. Das zuständige Amtsgericht Coburg hat dem Antrag der Muttergesellschaft Franz Schneider zugestimmt.
Rolls Toys gehört zu den bekanntesten Herstellern von Trettraktoren – unter anderem John Deere – und anderen Kinderfahrzeugen in Deutschland und vertreibt seine Produkte weltweit. Jetzt stecken die Franken in einer schweren wirtschaftlichen Krise: Steigende Kosten, Exportrückgänge und der Wegfall eines Großkunden belasteten das Unternehmen aus Neustadt bei Coburg.
„Ein Stück Spielzeuggeschichte geht verloren“
Leider ist Rolly Toys ein Beispiel für viele: Produkt toll, Standort schwach. Wie so oft sind deutsche Werke einfach nicht mehr zu retten. Potentielle Investoren schrecken die enormen Kosten hierzulande ab. Jetzt muss das traditionsreiche Familienunternehmen nach der Insolvenz dichtmachen.
Seit 60 Jahren rollen die kleinen Traktoren aus Neustadt auf Höfen und durch Gärten. Doch jetzt erhalten mehr als 110 Mitarbeiter ihre Kündigung. Das Werk soll zum 31. Dezember 2026 endgültig seine Tore schließen. Chef Frank Schneider sagt gegenüber der Zeitung Fränkischer Tag: „Die Produktion in Neustadt ist nicht mehr zu retten. Damit geht ein Stück Spielzeuggeschichte verloren.“ Die Marke soll zwar weiterleben, aber nicht in Neustadt.
Das traurige Ende eines Kindertraums.
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