„Stuttgart 21“-Start soll auf 2027 verschoben werden
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Das umfangreichste Bahnbauprojekt in Deutschland, „Stuttgart 21“, bleibt weiterhin ein Langzeitvorhaben. Nach zahlreichen Gerüchten haben die Beteiligten nun Klarheit geschaffen: Die vollständige Inbetriebnahme verschiebt sich auf 2027, während eine teilweise Eröffnung weiterhin für Dezember 2026 vorgesehen ist. Darüber berichtet unter anderem die Deutsche Presse-Agentur.
Ursprünglich sollte der neue Bahnhof bereits im Dezember 2019 in Betrieb gehen, doch seither gab es mehrere Verschiebungen. Diese neueste Entscheidung stammt aus einer Beratung des Lenkungskreises vom Freitag. Die Bauarbeiten laufen bereits seit über 15 Jahren – der Start fiel ins Frühjahr 2010.
Grund für die erneute Verzögerung sollen komplexe Anschlussarbeiten sein, die wiederum zu mehreren Sperrungen geführt hätten – mit Einschränkungen für Fahrgäste. Um dies zu vermeiden, setzte die Bahn also eine Taskforce ein.

Eine Luftaufnahme des milliardenschweren Bauprojekts.
Zusätzlich könnte mit der Eröffnung von Stuttgart 21 der schnellste Regionalzug des Landes aus dem Fahrplan verschwinden. Betroffene Reisende haben deswegen eine Petition initiiert, um die Strecke zu retten.
Ein Bahnhof für 11,3 Milliarden Euro
„Die Leidenszeit der Fahrgäste dauert länger, aber sie wird erträglicher – und vor allem planbarer“, sagte Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann. Der ursprünglich befürchtete monatelange Stillstand im Knoten Stuttgart könne durch die Verschiebung aber vermieden werden.

Der Grünen-Verkehrsminister stammt aus Rottenburg am Neckar.
Bei „Stuttgart 21“ handelt es sich nicht nur um ein ewiges Bauprojekt, sondern auch um ein Millionengrab: Die Kosten für den Bahnhof haben sich mehr als verdoppelt. Ursprünglich war in der Finanzierungsvereinbarung aus dem Jahr eine Obergrenze von 4,5 Milliarden Euro festgelegt worden. Inzwischen aber belaufen sich die Gesamtkosten laut Bahn auf 11,3 Milliarden Euro. Wer dabei für die extra Kosten blechen soll, ist weiterhin Gegenstand politischer und juristischer Auseinandersetzungen.
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