Trotz Sanktionen: Iran feiert Öl-Export-Rekord der letzten sechs Jahre
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Die iranische Regierung hat es trotz internationaler Sanktionen geschafft, ihre militärischen Kapazitäten auszubauen und Unterstützung für Milizen im Nahen Osten zu leisten. Nachdem der Iran Israel angegriffen hat, überlegt der Westen nun, schärfere Sanktionen gegen Teheran zu verhängen.
Doch trotz dieser Maßnahmen konnte der Iran seine Ölexportgeschäfte, die hauptsächlich nach China gehen, erheblich steigern und verzeichnet einen wirtschaftlichen Aufschwung, berichtet der Spiegel.
Nach Angaben der Financial Times, die sich auf Daten von Vortexa stützt, exportierte der Iran in den ersten drei Monaten dieses Jahres durchschnittlich 1,56 Millionen Barrel Öl pro Tag. Dies ist der höchste Stand seit dem dritten Quartal 2018. Die wirtschaftlichen Gewinne aus diesen Geschäften werden auf jährlich 35 Milliarden Dollar geschätzt. Obwohl die USA kürzlich begonnen haben, einzelne Tanker, die iranisches Rohöl transportieren, gezielt zu überwachen und zusätzliche Sanktionen zu verhängen, waren die Auswirkungen auf die iranischen Ölexporte minimal.

Während der Westen auf erneuerbare Energien setzt: Öl bleibt ein stabiler Faktor für eine erfolgreiche Wirtschaft.
Experten wie Armen Azizian, ein leitender Analyst und Sanktionsspezialist bei Vortexa, und Fernando Ferreira, Leiter der Abteilung für geopolitische Risiken bei Rapidan Energy Group, betonen die Fähigkeit des Iran, Sanktionen zu umgehen. Sie weisen darauf hin, dass der Iran geschickt in der Lage ist, seine Schiffe so zu tarnen, dass die wirklichen Standorte und Routen verschleiert werden. Zudem ist die iranische Öltransportflotte im letzten Jahr um ein Fünftel auf 253 Schiffe angewachsen, und die Anzahl der Supertanker hat sich seit 2021 verdoppelt.
Wenn die USA den Iran wirtschaftlich wirklich treffen wollen, so Ferreira, müsse sich die Aufmerksamkeit auf China richten, da hier der Großteil des iranischen Öls hingeht.
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